Neunkirchen am Brand

Zwei Mannschaften, aber ein Ziel

Mit dem SV Buckenhofen und dem TSV Neunkirchen greifen die beiden Bezirksliga-Aufsteiger am Sonntag in die neue Saison ein. Für beide geht es nur um den Klassenerhalt. Beim SVB gibt es kaum Veränderungen, beim TSV dafür etliche.
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Ohne große personelle Veränderungen geht der SV Buckenhofen (re. Christian Rösch) nach dem souveränen Aufstieg in die Bezirksliga-Saison. Das Ziel lautet für die Buckis, die Klasse zu halten. Am Sonntag steht das erste Spiel zuhause gegen Türkspor Nürnberg auf dem Spielplan. Foto: Picturedreams
Ohne große personelle Veränderungen geht der SV Buckenhofen (re. Christian Rösch) nach dem souveränen Aufstieg in die Bezirksliga-Saison. Das Ziel lautet für die Buckis, die Klasse zu halten. Am Sonntag steht das erste Spiel zuhause gegen Türkspor Nürnberg auf dem Spielplan. Foto: Picturedreams
Mit dem Aufstieg in die Bezirksliga war für den SV Buckenhofen und den TSV Neunkirchen klar: Die Sommerpause wird äußerst kurz ausfallen. Während die Teams im Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund erst Mitte August die neue Spielzeit einläuten, sind die Bezirksligisten bereits ab diesem Wochenende gefordert. Das Eröffnungsspiel bestreiten am Freitag der FSV Stadeln und die SpVgg Erlangen. Buckenhofen (gegen Türkspor) und Neunkirchen (in Weisendorf) haben noch Schonfrist bis Sonntag um 15 Uhr. Wie sind die Ziele der beiden Aufsteiger? Was hat sich am Kader geändert?


SV Buckenhofen

Dass die Bezirksliga eine ganz andere Hausnummer ist, zeigt alleine schon ein Blick auf die letzten Jahre. Aufsteiger wie Adelsdorf und Kirchehrenbach sind gleich wieder abgestiegen. "Für uns zählt nur der Klassenerhalt. Alles andere wäre vermessen", sagt Trainer Helmut Wolff und blickt auf eine ordentliche Vorbereitung zurück. Wolff benennt einen deutlich höheren Aufwand für sich und sein Team, um die Klasse zu halten. "Wir müssen in der Offensive zehn Prozent besser gegen den Ball verteidigen und 20 Prozent mehr nach hinten arbeiten." Nur überschaubare Wechselbewegungen gab es an der Staustufe. Mit Florian Eichinger hat einer der besten Vorlagengeber der Kreisliga den Verein in Richtung Oesdorf verlassen, Torwart Lukas Porstner wurde spielender Co-Trainer in Schlaifhausen. Dafür verpflichtete der SVB mit Felix Gebhardt einen Keeper aus Ebermannstadt und Verteidiger Jonathan Gebhardt, der aus Moggast kommt. Beim Auftaktmatch wird weiter Routinier Oleksandr Dinovsky im Tor stehen. "Felix ist knapp dran und macht seine Sache richtig gut. Da haben wir wirklich einen sehr guten Torwart bekommen", erklärt Wolff. Vor allem das Torwarttraining mit Jürgen Mage bringe den Schlussmann weiter, "auch wenn er schon ein paar Mal gesagt hat, dass er sich dabei vorkommt, als ob er noch nie im Kasten gestanden hat", schmunzelt der Übungsleiter.
Auf der linken Außenbahn, dort war der erfahrene Eichinger bisher gesetzt, wird es eine Umstellung geben. Erster Kandidat für die Position ist Shaker Youssef, der meist in der Reserve gespielt hat. "Shaker ist ein richtig guter Spieler, schnell und trickreich. Außerdem arbeitet er nach hinten sehr gut mit", sagt der Coach über den 20-Jährigen, der 2017/18 schon ab und zu in der Kreisliga gespielt hat. Allerdings muss der Trainer auch drei Ausfälle hinnehmen: David Knauer hat sich bei einem Testspiel eine Knöchelverletzung zugezogen, kann aber langsam wieder ins Lauftraining einsteigen. Anders sieht es bei den Langzeitverletzten aus. Felix Burkel und Fabian Kupfer laborieren weiterhin an einer Schambeinentzündung.
Der SVB will in der neuen Saison ein paar Gegner ärgern und sich den Klassenerhalt sichern. "Die Abstiegsregelung nimmt ein bisschen Druck raus, weil nicht sechs Mannschaften absteigen", sagt Wolff und hofft, dass seine Mannschaft beim Auftakt punktet. "Türkspor ist für mich der absolute Favorit der Liga. An einem guten Tag können wir sicherlich auch gegen diese Mannschaft mithalten."


TSV Neunkirchen

Eine noch kürzere Pause hatte der TSV Neunkirchen, der den Weg über die Relegation gehen musste. Kein Wunder, dass der neue Trainer Harald Gerstner aktuell nur dosiert trainieren lässt. Dass es für den Neuling nur um den Klassenerhalt geht, dürfte klar sein. "Ich sehe die Liga als sehr stark und ausgeglichen an", sagte der Coach: "Mit unserer Offensive können wir aber in der Liga bestehen." Manuel Menges und Co. waren in der vergangenen Saison immer für einen Treffer gut und sollen dies natürlich eine Liga höher beibehalten.
Nur zehn Tage Pause hatten die Brandbachkicker, entsprechend vorsichtig trainiert Gerstner und hofft darauf, dass es der Spielplan günstig meint mit seinen Spielern. Schon in den letzten Jahren bekamen die Relegationsaufsteiger in der langen Hinserie oft Probleme aufgrund vieler Verletzter. Eine Pause einlegen wird der letztjährige Co-Trainer Matthias Werner, seinen Pass aber beim TSV lassen. "Er baut ein Haus und wollte deswegen kürzertreten", erklärt Gerstner, kann aber gleich seinen neuen Co-Trainer präsentieren: Von Landesligist Baiersdorfer SV kommt mit Damir Hasaj ein ganz erfahrener Spieler, der im Mittelfeld die Fäden ziehen und seine Erfahrung weitergeben soll. "Jedes Team braucht eine Achse, ich sehe ihn als ganz wichtigen Spieler an", sagt Gerstner über den 29-Jährigen.
Auch einen neuen Torwart gibt es, da sich Hakan Doganer ebenso zu einer Pause entschlossen hat. Der Schlussmann wohnt in der Nähe von Roth, lässt seinen Pass allerdings noch in Neunkirchen. Stephen Schulte und Tobias Gottschalk werden die Nachfolge unter sich klären. "Beide sind richtig gute Keeper. Da habe ich keine Bedenken", sagt Gerstner. Gottschalk spielt seit letzter Saison in Neunkirchen, war zuvor schon in Eschenau, Simonshofen und Schnaittach und hielt in der Reserve das Tor sauber. Schulte spielt schon seit 2011 in Neunkirchen und war lange Jahre Stammkeeper der Kreisliga-Elf. Neben Hasaj kann Gerstner weitere Zugänge begrüßen. Aus der Jugend kommen mit Julius Dambier, Avian Kain, Mario Kittler, Marvin Krippner und Steffen Mirsberger fünf Eigengewächse. Vom Nachbarn Kleinsendelbach hat sich mit Sebastian Anderson, Benedikt Bock, Peter Kramer, Dominik Hofmann und Patrick Ruppert ebenfalls ein Quintett angeschlossen. Dazu stößt mit Marcel Schneider ein Kicker aus Forth dazu, Philip Hemmerlein will es nach einer Pause wieder wissen.
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