Kulmbach

Zwei Frauen statt "Bonsai"

Die Vollversammlung des KJR fand erstmals in den neuen Juz-Räumen statt.
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Im Sommer hatte Stefan "Bonsai" Lehner noch Umzugskisten geschleppt, mittlerweile hat er nach 17 Jahren seinen Job als Leiter des Kulmbacher Jugendzentrums abgegeben. Foto: Archiv/Alexander Hartmann
Im Sommer hatte Stefan "Bonsai" Lehner noch Umzugskisten geschleppt, mittlerweile hat er nach 17 Jahren seinen Job als Leiter des Kulmbacher Jugendzentrums abgegeben. Foto: Archiv/Alexander Hartmann
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Landrat Klaus Peter Söllner (FW) sprach von einer gelungenen Premiere, denn erstmals fand die Vollversammlung des Kreisjugendrings in den neuen Räumen der "Alte Spinnerei" im Kulmbacher Bahnhofsgebäude statt.

KJR-Vorsitzende Sabine Knobloch lud die Teilnehmer zu einem Rundgang ein und stellte auch die neuen Mitarbeiterinnen vor. Während Katharina Hartel (22) als neue pädagogische Kraft seit 1. Oktober 2019 im Juz tätig ist, ist die Sozialpädagogin Franziska Pfreundner (25) am 18. November dieses Jahres als Leiterin dazugestoßen. Einen großen Dank richtete Knobloch an das THW: "Ohne euch hätten wir den Umzug in der kurzen Zeit nicht geschafft."

Landrat Söllner betonte, dass der Umzug unumgänglich gewesen sei. Der neue Standort habe viel Charme und sei schon recht ansprechend eingerichtet. Der hohe Stellenwert der Jugendarbeit lasse sich auch daran erkennen, dass viele Sponsoren das Projekt unterstützt hätten. Söllner dankte auch Stefan "Bonsai" Lehner, der nach 17 Jahren aufopferungsvoller Tätigkeit in der "Alten Spinnerei" aufgehört und inzwischen eine neue berufliche Herausforderung angenommen habe.

Für Oberbürgermeister Henry Schramm hat der Bahnhof deutliche Vorteile gegenüber dem bisherigen Standort. Er wünschte sich eine gute Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern des Juz und den Streetworkern, "da es sicherlich viele Berührungspunkte gibt".

Sabine Knobloch freute sich, dass das Projekt "Zukunftswerkstatt" nach wie vor ein Dauerbrenner in der Jugendarbeit ist. Nach Kasendorf sei im kommenden Jahr Kulmbach an der Reihe.

Family-Fun-Festival wird 30

KJR-Geschäftsführer Jürgen Ziegler sagte, dass es auch im kommenden Jahr ein Family-Fun-Festival geben wird. Es finde dann zum 30. Mal statt. Weiter kündigte er sehr viele Schulungen und Veranstaltungen für Betreuer und ehrenamtlich Engagierte an.

Wie Franziska Pfreundner ausführte, findet bereits seit September der regelmäßige Betrieb in den neuen Räumen im Bahnhof statt. "Das Team ist jetzt seit einer Woche vollständig und kann durchstarten."

Jürgen Ziegler stellte den Entwurf des Haushaltsplans 2020 vor, der 227 700 Euro umfasst und von einem großen Sparwillen geprägt ist. Allerdings muss ein VW-Bus ausgetauscht werden. Der Etat wurde einstimmig angenommen.

Ein weiteres Thema war die weitreichende Reform des Umsatzsteuerrechts.

Die Evangelische Jugend hatte einen Antrag auf Erhöhung der Zuschüsse für Jugendarbeit und Sport gestellt. Aufgrund von Kostensteigerungen sei es immer schwieriger, Freizeitmaßnahmen für sozial schwache Teilnehmer zu kalkulieren. Das Gremium stimmte zu, den Fördersatz von derzeit drei auf künftig sechs Euro zu erhöhen. Am Ende der Vollversammlung bedankte sich die Vorsitzende bei der hauswirtschaftlichen Mitarbeiterin Ursula Kunzmann für ihr überaus großes Engagement während der Umzugsphase: "Sie war der Fels in der Brandung und die Konstante in dieser schwierigen Zeit."

Stefan Lehner bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die große Chance, die "Alte Spinnerei" fortentwickeln zu können: "Aber das war nur möglich, da ich immer ein sehr gutes und sehr engagiertes Team an meiner Seite hatte."

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