Mitwitz

Zwei Fledermauskeller entstehen

Die Steinachtalgruppe des LBV präpariert die Felsenkeller am "Weschenrangen" als Zufluchtsorte für die fliegenden Säugetiere.
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Ulrich Münch (links) und Andreas Ritter bringen die Lochsteine an, in denen die Fledermäuse überwintern können. Foto: Maria Löffler
Ulrich Münch (links) und Andreas Ritter bringen die Lochsteine an, in denen die Fledermäuse überwintern können. Foto: Maria Löffler

Für die Fledermäuse rund um Mitwitz könnten die Felsenkeller am "Weschenrangen" künftig zu einem luxuriösen Hotspot werden. Die Steinachtalgruppe für den Landesbund für Vogelschutz (LBV) installiert erstmals in dieser Gegend zwei Fledermauskeller. "Das heißt, die Keller sind ja schon da, fehlt nur noch der Zugang und die Lochsteine innen, in denen sie dann gemütlich überwintern können," meint Andreas Ritter vom LBV.

Ein Pilotprojekt soll es werden, und damit von Anfang an alles richtig läuft, holte sich die Ortsgruppe Hilfe bei einer Expertin. Dagmar Papadopoulus, die Leiterin der Arbeitsgruppe Fledermausschutz des LBV Coburg, gab ihre Sachkenntnis gerne weiter. "Sie ist kompetent und weiß, wovon sie spricht." Ulrich Münch (LVB Steinachtal) war dankbar für die Tipps, die man sich bei der Fachfrau holen konnte. "Wenn die Fledermäuse in Schockstarre verfallen, dann brauchen sie was zum Überwintern. Wir bieten ihnen die Hohlblocksteine im Inneren der Keller an und sorgen dafür, dass eine Einflugsöffnung in der Tür entsteht. Die Tür selbst wird gesichert, um die Fledermäuse zu schützen."

Dass es immer weniger Zufluchtsorte für Fledermäuse gibt, dessen ist sich auch Andreas Ritter sicher. "Sie brauchen zum Überwintern ja auch eine gleichmäßige Temperatur, vor allem frostfrei muss es sein. Felsenkeller eignen sich deshalb besonders und wir sind froh, dass uns die Mühlenbäckerei diese beiden Keller für das Projekt überlassen hat." Und dann fügt er noch an: "Dank geht auch an die Firma Hein, die haben nämlich die Lochsteine gespendet."

Geht es nach der Steinachtaler Vogelschutzgruppe, dann werden diese beiden Felsenkeller nur der Auftakt zu weiteren Maßnahmen sein. "Wir nehmen uns vor, pro Jahr zwei weitere Keller umzurüsten."

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