Poxdorf

Zwei Fenster für stockdunkle Aussegnungshalle empfohlen

Da demnächst Planungsaufträge für die Friedhofssanierung in Poxdorf vergeben werden sollen, war Marcus Sülzen vom gleichnamigen Baiersdorfer Bestattungsunternehmen zur Gemeinderatssitzung geladen. Er ...
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Da demnächst Planungsaufträge für die Friedhofssanierung in Poxdorf vergeben werden sollen, war Marcus Sülzen vom gleichnamigen Baiersdorfer Bestattungsunternehmen zur Gemeinderatssitzung geladen. Er hatte den vom Gemeinderat Ende Mai gebilligten Sanierungsplan mit Neubau der Aussegnungshalle aus der Perspektive des Praktikers betrachtet und konnte deshalb einige Verbesserungsvorschläge machen.
Er meinte etwa, dass die stockdunkle und bisher nur elektrisch zu beleuchtende Aussegnungshalle unbedingt zwei Fenster erhalten müsse und dass das Dach des neuen Gebäudes weit vorgezogen werden solle, damit die Trauergäste nicht im Regen stehen müssten.
Weitere Vorschläge betrafen die Breite des Weges zwischen Kirche und Leichenhaus (ein Kleinbagger oder ein Sargwagen müssten dort fahren können), die Anordnung von Toiletten, Lagerraum und Müllcontainern in dem neuen Gebäude und die Frage, wo innerhalb des Friedhofes die Urnengräber oder ein Ort für anonyme Bestattungen am besten platziert werden könnten. Die Räte nahmen die Hinweise dankbar zur Kenntnis; Beschlüsse wurden nicht gefasst.


Das Raiffeisengrundstück

Zwecks Vertiefung der Diskussion über den Bau eines kombinierten Feuerwehr-/Bürgerhauses auf dem Raiffeisengrundstück vis-à-vis der Kirche waren Architekt Norbert Siewertsen (Baiersdorf) und die beiden Feuerwehrkommandanten Wouter Holland und Frank Heidkamp anwesend. Zunächst sollte geklärt werden, wieviel Raum die Feuerwehr tatsächlich benötigt.
Kommandant Holland zählte auf: drei Hallen für die Fahrzeuge, Platz für eine Schlauch- und Waschanlage, Toiletten und Umkleideräume mit Spinden für 49 aktive Feuerwehrleute, einen Schulungsraum für 40 bis 50 Personen, einen Raum, in dem man nach den Einsätzen beisammensitzen könne, und einen Jugendraum für die 20-köpfige Kinderfeuerwehr und die zwölfköpfige Jugendfeuerwehr.
Der Ratssaal von 82 Quadratmetern und der Schulungsraum sind im Entwurf im vorderen, dem Pfarrheim zugewandten Teil des Gebäudes untergebracht; sie könnten getrennt oder bei größeren Veranstaltungen auch als ein einziger Raum genutzt werden. Diese geplante Raumnutzung veranlasste die Zweite Bürgermeisterin Gisela Marquardt (SPD) zu den Fragen: "Wo sind die Räume für die Bürger? Wo können Geburtstage, Hochzeiten oder Beerdigungsnachfeiern gehalten werden? Wo können die Senioren sich treffen, wo kann der Gesangverein proben? Wenn wir neu bauen, soll das doch auch ein Bürgerhaus werden."
Bürgermeister Paul Steins (CSU) kürzte die lebhafte Diskussion ab, indem er die Räte aufforderte, in der sitzungsfreien Zeit darüber nachzudenken, was die Poxdorfer Bürger wirklich brauchen.
Gemeinderat Christian Werner (CSU) schlug vor, im August die Häuser der Feuerwehren in Hausen und Zeckern anzuschauen, die von den beiden Kommandanten als vorbildlich erwähnt worden waren. Der Vorschlag traf auf allgemein Zustimmung. ni


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