Ebern

Zwei Einsätze, zwei Niederlagen für das Schlusslicht aus Ebern

Zweimal in weniger als drei Tagen waren die Handballer des TV Ebern im Einsatz. Weder beim 20:32 (12:16) beim HC 03 Bamberg (8.) noch beim 23:34 (12:18) bei der HG Hut/Ahorn (10.) schaffte es der Tabe...
Artikel drucken Artikel einbetten
Elf der 20 Eberner Tore in Bamberg erzielte der Eberner Nachwuchsspieler Til Batzner, fünf davon per Siebenmeter Foto: Dietz
Elf der 20 Eberner Tore in Bamberg erzielte der Eberner Nachwuchsspieler Til Batzner, fünf davon per Siebenmeter Foto: Dietz

Zweimal in weniger als drei Tagen waren die Handballer des TV Ebern im Einsatz. Weder beim 20:32 (12:16) beim HC 03 Bamberg (8.) noch beim 23:34 (12:18) bei der HG Hut/Ahorn (10.) schaffte es der Tabellenletzte, sein mit einem Sieg bestücktes Guthabenkonto in der Bezirksoberliga Oberfranken aufzuwerten. Am kommenden Samstag (18 Uhr) geht es in der Eberner Dreifachturnhalle gegen den HSV Hochfranken (4.). HC 03 Bamberg - TV Ebern 32:20

Das Bamberger Team findet sich nach schwankenden Leistungen im Mittelfeld der Tabelle wieder. Und so erhofften sich die Eberner doch etwas. Konzentriert und mit einer speziell auf den Gegner eingestellten Abwehrformation starteten die "Turner" und sicherten sich den ersten Treffer des Abends. Im Gleichlauf fielen auf beiden Seiten im Anschluss die Tore, wobei der TV Ebern vor allem über die erste und zweite Welle zu Abschlüssen kam.

Ab Mitte der ersten Halbzeit schlichen sich wie so häufig in dieser Saison Unkonzentriertheiten, Fehlwürfe und technische Fehler ein, die das Bamberger Team zu Toren einluden. In der Folge konnten sich die Hausherren eine Führung von vier Treffern zum 9:5 herausarbeiten. In dieser Phase schafften es die Eberner zu selten, das Zusammenspiel zwischen der halbrechten Position und dem Kreisspieler zu unterbinden. Im Angriff ließ zudem die Effektivität nach. Viel Last lag auf Nachwuchsmann Til Batzner, der den TVE mit starken Aktionen im Spiel hielt. Die vier Tore Differenz hatte auch zur Halbzeit (16:12) Bestand.

Mit dem Vorsatz, nun vor allem Druck über die rechte Seite auszuüben, startete das Eberner Team in den zweiten Durchgang, konnte jedoch nicht mehr an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen. Besonders weh tat dem Eberner Spiel, dass sich kaum noch Möglichkeiten zu Abschlüssen über die erste und zweite Welle ergaben, dies jedoch von den Bambergern forciert und umgesetzt wurde. Ebenso schaffte man es auf der rechten Angriffsseite nicht, den Gegner genügend unter Druck zu setzen und sich Wurfchancen zu erarbeiten. In dieser Phase, als die Bamberger die Zügel anzogen, stellte sich auf Eberner Seite Moritz Kröner in den Weg und parierte fünf Siebenmeter.

Schlussendlich war es eine schwache zweite Halbzeit, die erneut zu einer hohen Niederlage führte. Der Endstand von 32:20 fiel in einem phasenweise ausgeglichenen und vor allem extrem fairen Spiel zu hoch aus. Tore für den TV Ebern: T. Batzner (11/5), Görtler (4), J. Weiß (3), Hohmann (1), Ruppert (1) HG Hut/Ahorn - TV Ebern 34:23

Der Eberner Coach Johannes Kammer musste auf Nils Hohmann verzichten, konnte ansonsten jedoch personell aus dem Vollen schöpfen. Der TV Ebern hatte sich erneut einiges vorgenommen und startete motiviert in die 60 Minuten. Ehe man sich versah, war die Anfangseuphorie verflogen. Im Angriff warfen die "Turner" nervös die Bälle weg und ließen hochkarätige Wurfchancen ungenutzt. In der Abwehr schoben die Halbpositionen nicht ausreichend die Abwehrmitte mit zu, wodurch immer wieder einfache Durchbrüche gelangen.

Beim Zwischenstand von 8:1 nach 14 Minuten war ein Sieg für den TV Ebern zu einer Bärenaufgabe geworden. Ohne diese Last auf den Schultern schafften es die Mannen um Joseph Weiß besser, ihre Angriffe zu gestalten. Sie erarbeiteten sich ihre Tore. Jegliches Aufbäumen blieb in der Folge jedoch wirkungslos, so dass die Gäste mit sechs Toren Rückstand in die Kabine gingen (18:12).

Im zweiten Abschnitt waren die Eberner zeitweise den berühmten einen Schritt zu langsam und kassierten Zwei-Minuten-Strafen, die es Ahorn leicht machten, die Führung zu verwalten und auszubauen. Über 60 Minuten entstand nicht der Eindruck, dass die Eberner gegen ein wohlbekanntes Team etwas Zählbares holen könnten. Aufzuarbeiten gilt es, warum die einstudierten Abläufe nicht greifen und kein Spieler seine Normalform auf das Spielfeld bringen kann. Zudem muss offensichtlich die Breite des Kaders besser genutzt werden, um das Tempospiel verbessern zu können. Hier sind inzwischen nicht mehr nur die Eberner Akteure gefragt, sondern auch das Trainerteam muss sich vielleicht hinterfragen, denn an diesem Tag war der Gegner keine Klasse besser und trotzdem verlor der TVE mit mehr als zehn Toren Unterschied. red/di Tore für den TV Ebern: J. Weiß (8), T. Batzner (8/4), Nembach (4), T. Müller (2), Aumüller (1)

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren