Rödental

Zwei brisante Derbys zum Auftakt

Die beiden akut abstiegsbedrohten Teams der Coburger Turnerschaft und der HG Hut/Ahorn nehmen sich gegenseitig die Punkte ab. Weidhausen will Kunstadt in die Schranken weisen und der souveräne Spitzenreiter kann mit einem Sieg beim einzigen Verfolger davonziehen.
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Andreas Schlücke von der HSG Rödental/Neustadt ist wegen seiner platzierten Würfe aus dem Rückraum gefürchtet. Mit einem Sieg beim Verfolger HSV Hochfranken will der Fusionsverein für eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen der Bezirksoberliga sorgen. Foto: Iris Bilek
Andreas Schlücke von der HSG Rödental/Neustadt ist wegen seiner platzierten Würfe aus dem Rückraum gefürchtet. Mit einem Sieg beim Verfolger HSV Hochfranken will der Fusionsverein für eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen der Bezirksoberliga sorgen. Foto: Iris Bilek

Am Wochenende starten die Bezirksoberliga-Mannschaften ins neue Handballjahrzehnt. Dabei kommt es gleich zu einem Derby: Die TS Coburg trifft auf den Stadtrivalen aus Ahorn. Um den Anschluss nicht zu verlieren, braucht die Turnerschaft dringend den ersten Auswärtssieg.

Das Team um TS-Kapitän Markus Pletl ist gut gerüstet für dieses "Kellerduell". Die HG Hut/Ahorn steht aktuell auf Rang 10 im Klassement mit zwei Punkten mehr als die Coburger. Bei einem Sieg der TSC wäre der Anschluss an den 9. Tabellenplatz geschafft. Da auf das Team in den nächsten Wochen ausschließlich Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte warten, wäre ein Sieg wichtig, nicht nur für das Selbstvertrauen.

Auch wenn Ahorn als einziges Team keinen Torschützen in den ersten 15 der Liga hat, sollte man den Gegner nicht unterschätzen. Knapp die Hälfte der Tore gehen auf Daniel Schüll, Julian Ponsel und Spielertrainer Dominik Harbecke zurück. Die Gastgeber selbst kämpfen ähnlich wie ihr Gegner im Moment auch mit sportlichen Problemen, denn sie haben die längste Negativserie von allen Teams.

Bezirksoberliga Männer

Der erste Spieltag bietet aber auch den Top-Schlager der Woche: der immer noch verlustpunktfreie Spitzenreiter, HSG Rödental/Neustadt, muss bereits am Samstag zu einem seiner schärfsten Verfolger, dem HSV Hochfranken. In der Selber Sporthalle kommt es also zu einer wichtigen Vorentscheidung im Titelrennen. Gewinnt die HSG auch diese Begegnung, dann dürften kaum noch Zweifel am langersehnten Wiederaufstieg der Mannschaft vom Trainerduo Niels Greiner und Christoph Schuhmann in die Landesliga bestehen.

HSG-Kapitän Daniel Metz ist optimistisch, zumal die HSG mit Kenny Schramm vom HSC Coburg einen weiteren Spieler dazu bekommen hat. Für die Gastgeber ist es bei einem derzeitigen Vier-Punkte-Rückstand die letzte Chance, das Titelrennen noch einmal spannend zu machen.

Die HG Kunstadt, stets mit Verletzungen geplagt und bereits sechs Zähler hinter Rödental, darf sich gegen den TV Weidhausen in eigener Halle keinen weiteren Fehltritt erlauben. Mit einer Niederlage würde sich das Lakiza-Team aus dem Spitzenfeld der Liga verabschieden. Beim knappen Sieg über Helmbrechts überzeugte das Weidhäuser Team von Trainer Frank Steinberger mit einer ausgeglichenen Leistung. Wenn HG-Trainer Anton Lakisa mit kompletter Besetzung antreten kann, wird in dieser Partie die Tagesform entscheidend sein.

Am Samstag um 16 Uhr hat die SG Bad Rodach/Großwalbur mit dem TV Gefrees den punkgleichen Vordermann (je 10:10) in der Bayernhalle zu Gast. Die spielfreudigen Ostoberfranken kommen nach dem Sieg gegen Kunstadt mit gestärktem Selbstvertrauen, das von den Badstädtern erst einmal gebrochen werden muss. SG -Trainer Nils Reinermann hat trotz allem alle Trümpfe in der Hand, vor allem dann, wenn seine Akteure nicht wieder viele ihrer herausgespielten Chancen liegen lassen. Im Ostderby gegen die SG Marktleuthen/Niederlamitz wird sich wahrscheinlich der Frust beim TV Helmbrechts über die Niederlage in Weidhausen entladen, so dass mit einem glatter Sieg des Zweiten zu rechnen ist. höl/ebi

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