Schammelsdorf
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Zuversicht in Schammelsdorf ist ungebrochen

Nach der 2:3-Heimniederlage am Donnerstag ist der Optimismus bei Spielern und Verantwortlichen des TSV Schammelsdorf ungebrochen. Um die Chance zum Aufstieg in die Fußball-Landesliga zu wahren, brauch...
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Nach der 2:3-Heimniederlage am Donnerstag ist der Optimismus bei Spielern und Verantwortlichen des TSV Schammelsdorf ungebrochen. Um die Chance zum Aufstieg in die Fußball-Landesliga zu wahren, brauchen die Mannen um Spielertrainer Dominik Kauder am Sonntag (16 Uhr) im Rückspiel bei der SpVgg Selbitz einen Sieg mit zwei Toren Differenz, denn ein 1:0 oder 2:1 reicht aufgrund der Regelung "Europapokalmodus" nicht.

Im Hinspiel bestimmten die Schammelsdorfer weitgehend die erste Hälfte, ließen aber die Möglichkeit zum Führungstreffer liegen. Nach dem Seitenwechsel hielt der Landesligavertreter besser dagegen und beherrschte die Szenerie. Der 2:3-Anschlusstreffer kurz vor Spielende lässt für beide Seiten alles offen, vor allem aber für den TSV, dessen Zuversicht der Coach aufgrund des bisher erreichten größten Erfolgs der Vereinsgeschichte untermauert. "Wir bekamen nach der Pause unsere Grenzen aufgezeigt, vor allem ab der 70. Minute, als wir kurzzeitig auf den Felgen liefen. Es hätte einen Handelfmeter gegen uns zum möglichen 1:4 geben können. Unser zweites Tor lässt uns große Hoffnungen. Wir sind am Leben und glauben alle daran. Wir genießen das Highlight und wollen im Rückspiel den Respekt vor dem guten Gegner endgültig ablegen", lässt der 36-jährige Kauder keinen Zweifel am anvisierten Husarenstreich.

Dass der Kontrahent Qualitäten besitzt, steht außer Zweifel. Aber die Selbitzer kassierten zu Hause in der Liga 13 Niederlagen und waren von September 2018 bis zum letzten Heimspiel gegen Großschwarzenlohe sieglos, in dem sie einen 3:5-Rückstand (90. Minute) noch in der Nachspielzeit in einen 6:5-Sieg umwandelten. Dieses Schlüsselerlebnis versprühte bereits im Vorfeld der Relegation pure Zuversicht, die durch den Hinspielerfolg und die drei Auswärtstore weiteren Nährboden erhielt. Trainer Florian Narr-Drechsel und der Sportliche Leiter Norbert Drobny, die sich viele Jahre aus gemeinsamen Zeiten beim FC Trogen kennen und äußerst harmonisch zusammenarbeiten, vermitteln ein positives Gefühl und setzen auf die Mentalität ihrer Truppe, die mit erstklassigen Fußballern, die viele Einsätze in der Bayern- und Regionalliga vorweisen, gespickt ist. Mit allen Kräften soll eine neu aufflammende Heimschwäche vermieden werden. Herausragend präsentierte sich der 23 Jahre alte, wieselflinke Pascal Vuckov, den die Schammelsdorfer Abwehr nur ungemein schwer verteidigen konnte. Er war bester Mann, glänzte mit zahlreichen Einzelaktionen und Sololäufen. Sein Pendant auf dem anderen Flügel ist der erst 18-jährige Christoph Kaschel, dem eine große Karriere vorausgesagt wird. "Schammelsdorf hat uns in der ersten halben Stunde richtig Schmerzen bereitet und unsere Defizite aufgezeigt. Unsere Zuversicht ist dennoch groß, in die nächste Runde zu kommen", meint der 39-jährige Narr-Drechsel. Fanbus-Abfahrt: Brauerei Knoblach 12.30 Uhr, TSV-Sportheim 12.40 Uhr. Anmeldung bei Hubertus Keck unter 0175/6961463

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