Ebern
Alfred Einwag

Zuständig für Datenschutz im Bund

In Sachen Datenschutz hat in den Jahren 1988 bis 1993 ein Eberner bundesweit den Ton angegeben. Der Jurist Alfred Einwag, als Sohn eines Glasermeisters am Marktplatz der Haßbergestadt aufgewachsen, wu...
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Alfred Einwag (etwa um 1990)
Alfred Einwag (etwa um 1990)

In Sachen Datenschutz hat in den Jahren 1988 bis 1993 ein Eberner bundesweit den Ton angegeben. Der Jurist Alfred Einwag, als Sohn eines Glasermeisters am Marktplatz der Haßbergestadt aufgewachsen, wurde zum Garanten dafür, dass das "Gläserne" in den Bundesbehörden an Recht und Gesetz gebunden blieb. Der Computer und das Internet steckten noch in den Kinderschuhen, aber die Auseinandersetzung mit dem Überwachungssystem der DDR sowie Kompetenz-Kontroversen mit der Staatsschutzabteilung des Bundeskriminalamts und dem Bundesamt für Verfassungsschutz belegten auch damals schon die Bedeutung dieser Bundesbehörde, die übrigens auch heute noch (erweitert um die Aufgabe Informationsfreiheit) in Bonn angesiedelt ist. Einwag, Jahrgang 1928, hatte zunächst Philosophie und Philologie studiert, ehe er sich der Juristerei zuwandte. Nach Anfängen bei der Regierung von Unterfranken wechselte er 1958 ins Innenministerium nach Bonn. Ab 1974 war er dort für allgemeine Angelegenheiten von Polizei und Bundesgrenzschutz zuständig und ab 1983 "ständiger Vertreter des Abteilungsleiters Innere Sicherheit". 1988 wählte der Bundestag den Ministerialdirigenten zum Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung. Den Ruhestand verbringt Einwag in Bonn. Nach Ebern hat dem "Glasers Heiner sei Sohn" bis heute Kontakt. Geistig rüstig, telefoniert der mittlerweile 90-Jährige noch immer wöchentlich mit Schwägerin Hildegard Einwag. Worum es dabei geht? Datenschutz! eki

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