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Münnerstadt

Zuschuss für die Kulturscheune

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt den Verein Zukunft für das Heimatspielhaus mit 20 000 Euro. Bürgermeister Helmut Blank will nach seiner Amtszeit selbst mit Hand anlegen.
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Der Vorsitzende des Vereins Zukunft für das Heimatspielhaus, Martin Kuchler, dankte vor Ort der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für den Zuschuss. Die 20 000 Euro fließen in den Eigenanteil, den der Verein für die Sanierung der Scheune tragen muss.  Foto: Thomas Malz
Der Vorsitzende des Vereins Zukunft für das Heimatspielhaus, Martin Kuchler, dankte vor Ort der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für den Zuschuss. Die 20 000 Euro fließen in den Eigenanteil, den der Verein für die Sanierung der Scheune tragen muss. Foto: Thomas Malz
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Seit Jahren ist das altehrwürdige Heimatspielhaus nach der aufwendigen Sanierung wieder ein Blickfang auf dem Münnerstädter Anger. Zwar haben die Mitglieder des Vereins Zukunft für das Heimatspielhaus die Mammut-Aufgabe gelöst, ganz fertig sind sie aber nicht. Denn zum alten Haus gehört auch eine Scheune, an der der Zahn der Zeit sehr heftig genagt hat. Obwohl die Scheune lediglich gesichert und für kleinere Veranstaltung hergerichtet wird, verschlingen die Arbeiten viel Geld.

Keine Zeit

Mitten in der Baustelle erinnerte der Vorsitzende des Vereins, Martin Kuchler, anlässlich der Übergabe des symbolischen Fördervertrages durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an die Sanierung des Heimatspielhauses, die rund 1,5 Millionen Euro gekostet hat. Die Sanierung der zum Haus gehörenden Scheune sollte eigentlich langsam angegangen werden. "Wir haben Zeit", dachte Martin Kuchler damals. Aber er sollte sich irren. Als er später einem Statiker den Gewölbekeller zeigte zeigte, habe dieser gesagt: "Wir gehen ruhig, aber zügig hier raus."

"Der Keller war nicht mehr stabil", sagte Martin Kuchler. "Es muss saniert werden." Neben dem Keller wird lediglich die Holzkonstruktion der Scheune hergerichtet. Trotzdem belaufen sich die Kosten auf eine gute halbe Million Euro. Der Eigenanteil des Vereins beläuft sich auf rund 56 000 Euro.

Barbara Stüdlein und Reinhold Schöpf vom Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) übergaben anschließend den Fördervertrag. "Es ist schön, wieder hier zu sein", sagte Barbara Stüdlein. Schon die Restaurierung des Heimatspielhauses hatte die DSD mit 125 000 Euro unterstützt.

Die Ortskuratorin erinnerte an die Gründung der Stiftung im Jahr 1985. Seither ist der jeweilige Bundespräsident Schirmherr. Neben der Bewahrung bedrohter Kulturdenkmäler hat sich die DSD zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für den Denkmalschutz zu stärken, um möglichst viele Menschen zur Mithilfe zu gewinnen. Denn Denkmalpflege sei die Aufgabe aller in unserer Gesellschaft.

Die private Stiftung DSD habe seit ihrer Gründung 5000 Denkmale mit über 600 Millionen Euro unterstützt. Die Summe setzte sich zusammen aus Spenden von Bürgern, der Industrie, und eine beachtlicher Beitrag komme von Lotto Bayern (Glücksspirale).

Es sei sicher nicht alltäglich und es bedürfe große Überzeugung der Bürger, wenn ein Verein, der engagiert ein Heimatspielhaus mit einem erheblichen Eigenanteil restauriert hat, jetzt die Scheune saniert. "Ihre Begeisterung für das Baudenkmal hat die Verantwortlichen in Berlin überzeugt." In der Beteiligung der Stiftung in Höhe von 20 000 Euro sollten die Verantwortlichen auch die Anerkennung ihrer Leitung sehen. "Wenn wir Denkmäler erforschen und erhalten, ist das der Dank an die Vergangenheit, unsere Freude in der Gegenwart und unser Geschenk an die Zukunft", betonte Barbara Stüdlein.

Dank an die "Bauhütte"

Martin Kuchler dankte für die Unterstützung durch die DSD und hob auch die Helfer hervor, die viel Zeit und Mühe investieren. Entsprechend einer Einrichtung zum Erhalt des Münsters in seiner Heimatstadt Ulm hat er den Helfern den Namen "Bauhütte" verliehen.

Er freue sich, dass es erneut gelungen ist, einen Zuschuss von der DSD zu bekommen, sagte Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Vor allem, weil dieses Geld in den Eigenanteil fließt, den der Verein aufbringen muss. Der Vereins Zukunft für das Heimatspielhaus genieße eine reisige Akzeptanz. "Ich halte es für richtig, die Scheune zu sanieren und freue mich, dass das Engagement weitergeht." Ausdrücklich hob er den Vorsitzenden Martin Kuchler hervor.

Helmut Blank sagte zu, nach seiner Amtszeit als Bürgermeister auch an den Arbeitseinsätzen der Bauhütte teilzunehmen und sich dabei vom ehemaligen Bauhofmitarbeiter Ewald Baumeister anleiten zu lassen. Das fand bei den zahlreichen Gästen große Zustimmung. In der Wintersaison treffen sich die Helfer jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.

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