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Zusammen stark: Auch Wichsenstein und Bieberbach gründen eine Spielgemeinschaft

Würde für den Fußball-Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund ein separates Wort des Jahres gesucht, führte kein Weg am Begriff Spielgemeinschaft vorbei. Allein fünf SGs bilden sich im Herrenbereich für die ...
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In der vergangenen sowie in der zu Ende gehenden Saison trafen Bieberbach (rot) und Wichsenstein aufeinander. Künftig gehen die Rivalen fußballerisch gemeinsame Wege.  Foto: Leo Hühnlein
In der vergangenen sowie in der zu Ende gehenden Saison trafen Bieberbach (rot) und Wichsenstein aufeinander. Künftig gehen die Rivalen fußballerisch gemeinsame Wege. Foto: Leo Hühnlein
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Würde für den Fußball-Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund ein separates Wort des Jahres gesucht, führte kein Weg am Begriff Spielgemeinschaft vorbei. Allein fünf SGs bilden sich im Herrenbereich für die kommende Saison. Nach Hetzles und Kleinsendelbach (Kreisklasse), Mittelehrenbach und Leutenbach, Obertrubach und Bärnfels (beide A-Klasse) sowie Weigelshofen und Drügendorf/Tiefenstürmig (B-Klasse) tun sich auch Wichsenstein und Bieberbach zusammen, wobei die Ligazugehörigkeit noch nicht ganz klar ist (siehe Seite 22). Nicht nur die örtliche Nähe beider Vereine lässt diesen Schritt logisch erscheinen, denn der FCW ging 1967 aus dem 1949 gegründeten SVB hervor.
Auch die Reserven machen künftig gemeinsame Sache. Die Bieberbacher Zweite steht am Sonntag letztmals mit dem TSC Bärnfels II gemeinsam auf dem Feld; ausgerechnet gegen die SpVgg Obertrubach, mit der die "Bären" fusionieren. Die Wichsensteiner Zweitvertretung löst ihr Geflecht mit den Reserven aus Gößweinstein und Muggendorf zugunsten Bieberbachs. Lediglich die Liga wird mit der B-Klasse dieselbe bleiben.
Die neu formierte SG der ersten Mannschaften wird aller Voraussicht nach in der Kreisklasse auflaufen. Zwar ist Bieberbach sportlich aus dieser abgestiegen, aber der FCW ist dank einer imposanten Rückrunde nahezu gerettet. Wichsenstein käme nur noch in Gefahr, wenn sowohl Egloffstein als auch Troschenreuth auswärts voll punkten und der FC gleichzeitig in Geschwand komplett leer ausgeht.
Nach Auskunft der Funktionäre liegen die Gründe der Fusion in den allgemeinen - auch andere Vereine betreffenden - demographischen Entwicklungen. Der Spielermangel könne von den nur gut zwei Kilometer auseinanderliegenden Klubs nicht mehr allein gemeistert werden. Gespräche habe es schon seit Jahren gegeben, im Mai wurden sie konkret und erfolgreich abgeschlossen. In der Jugend arbeiten das zur Gemeinde Gößweinstein gehörende Wichsenstein und das politisch Egloffstein angegliederte Bieberbach ohnehin bereits in der JFG Fränkische Schweiz zusammen. Die Vereine bleiben aber eigenständig.
Die erste Mannschaft wird vom Trainerduo Andreas Kroher und Timo Scherer betreut werden, als Fußballabteilungsleiter fungieren Markus Stenglein (FCW) und sowie Klaus Krügel (SVB). Nach Ansicht der SG-Verantwortlichen habe Kroher bereits bei der SG Wolfsberg/Geschwand, deren Trainer er zwei Jahre war, gezeigt, dass er aus zwei Vereinen eine Einheit formen kann. Scherer kickte beim SC Freiburg II, beim FSV Frankfurt II und dem SV Seligenporten viele Jahre in der Regionalliga. Nachdem der 29-Jährige voriges Jahr in den Forchheimer Landkreis gezogen war, heuerte er beim Baiersdorfer SV an und war zuletzt beim Landesligisten stellvertretender Spielführer. Für ihn ist es die erste Station als Coach. Unterstützung erhält das Duo von den Spielleitern André Endres und Pascal Krügel.
Bei der Reserve heißt der künftige Trainer Frank Krasser. Der erfahrene Übungsleiter bekommt den langjährigen Wichsensteiner Führungsspieler Armin Schüpferling an die Seite. Sie werden von Christian Körber als Spielleiter und von Alfons Steinlein als Torwarttrainer unterstützt. Wie die Fusionsvereine mitteilen, seien beide Seiten überzeugt, mit diesem Schritt eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft gesichert zu haben.


zt

Geklärt ist die Ligazugehörigkeit bereits für die neue Spielgemeinschaft zwischen Bärnfels und Obertrubach. Die beiden Vereine treffen sich auf halbem Weg in der A-Klasse, da der TSC als Schlusslicht aus der Kreisklasse 3 absteigt und die SpVgg als Vizemeister der B-Klasse 4 aufsteigt.
Auch die Trainerfrage ist geklärt. Manuel Karger, der in den vergangenen 3,5 Jahren die Bezirksoberliga-Frauen des TSV Brand betreute, wechselt zurück in den Herrenbereich, wo der 32-Jährige 2015/16 für ein paar Monate als Coach der SpVgg Weißenohe einsprang. Sein Nachfolger in Brand wird Thomas Holzer, zuletzt Co-Trainer der Baiersdorfer U19. red/rup


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