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Zur Diamantenen Hochzeit gratulierten auch acht Kinder

Frühmorgens um fünf standen Marianne und Anton Schmitt aus Großenbuch schon im Kuhstall, um zu melken. War diese Arbeit erledigt, wollten ihre acht Kinder - drei Töchter und fünf Söhne - geweckt werde...
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Dem Jubelpaar gratulierten u. a. Bürgermeister Heinz Richter (links) und stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar. Foto: Petra Malbrich
Dem Jubelpaar gratulierten u. a. Bürgermeister Heinz Richter (links) und stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar. Foto: Petra Malbrich

Frühmorgens um fünf standen Marianne und Anton Schmitt aus Großenbuch schon im Kuhstall, um zu melken. War diese Arbeit erledigt, wollten ihre acht Kinder - drei Töchter und fünf Söhne - geweckt werden und Frühstück haben. Die Pausenvesper für den Kindergarten und die Schule musste vorbereitet werden und wenn die Kinder versorgt waren, ging die Arbeit in der Landwirtschaft weiter. Neben den 60 Kühen mussten die Felder bestellt, siliert werden und die Kirschbäume geerntet werden.

Von den vielen anderen in einer Landwirtschaft anfallenden Arbeiten ganz zu schweigen. Einen Sonntag kannte das Ehepaar nur selten. "Die Landwirtschaft wollte niemand von meinen Geschwistern übernehmen", erzählt Anton Schmitt am Festtisch, denn er und seine Ehefrau Marianne feierten Diamantene Hochzeit.

An dem arbeitsreichen Leben des Jubelpaars waren Bürgermeister Heinz Richter und stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar sehr interessiert. Marianne Schmitt stammte ursprünglich aus Kersbach und als ihr Vater im Krieg gefallen war, zog sie mit ihrer Mutter zu deren zweiten Ehemann nach Röttenbach und wuchs dort mit zwei Schwestern auf. Nach der Schule und der Haushaltsschule arbeitete Marianne als Hauswirtschafterin, zuletzt beim Kuglerwirt in Großenbuch. Gegenüber wohnte Anton Schmitt mit seinen vier Geschwistern.

Anton und Marianne Schmitt verliebten sich, heirateten und übernahmen Schmitts Landwirtschaft, die sie bis 2002 führten. Acht Kinder, Haushalt und Landwirtschaft waren das arbeitsreiche Leben des Paares. "Heute frage ich mich manchmal, wie wir das alles geschafft haben", sagt Marianne Schmitt rückblickend. Die Arbeit lassen die beiden jetzt langsamer angehen. Petra Malbrich

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