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Münnerstadt

Zum BBZ-Start gibt's Parkplätze

Die alten BayWa-Gebäude auf dem Jäger-Grundstück werden abgerissen. Zum Schuljahr 2020/2021 sollen zumindest provisorische Stellflächen zur Verfügung stehen.
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Die Tage der alten BayWa-Gebäude am Bahnhof sind gezählt. Am Bahnhof sollen neue Parkplätze entstehen.  Foto: Thomas Malz
Die Tage der alten BayWa-Gebäude am Bahnhof sind gezählt. Am Bahnhof sollen neue Parkplätze entstehen. Foto: Thomas Malz

Es war eine Formalie mit großer Bedeutung für die künftige Entwicklung der Stadt. Bei der jüngsten Sitzung des Stadtrats hat das Gremium die Abrissanzeige für die Gebäude auf dem ehemaligen Jäger-Grundstück zur Kenntnis genommen. Bis die Parkplätze auf der äußeren Lache fertig sind, sollen laut Bürgermeister Helmut Blank (CSU) zumindest provisorische Stellplätze am Bahnhof zur Verfügung stehen.

Leo Pfennig (Freie Wähler) hatte gefragt, ob denn Parkplätze zum Schuljahresbeginn vorhanden sind. Er hakte auch noch einmal nach. "Schaffen wir es bis dahin, die Hallen abzureißen?" Das bejahte der Bürgermeister. Die Stadt habe inzwischen einen Ansprechpartner bei der Bahn gefunden. Man dürfe aber die Schadstoffbelastung beim Abriss nicht unterschätzen. Zusätzlich zu den Stellflächen auf dem Jäger-Grundstück will die Stadt auch auf einer Fläche unmittelbar neben dem Netto-Markt Parkplätze errichten.

Einstimmig hat das Gremium einem Antrag der Pfadfinder auf Bezuschussung des sich errechnenden Jahresdefizits in Höhe von knapp über 5000 Euro zugestimmt. Wie in solchen Fällen üblich, übernimmt die Stadt zehn Prozent des Defizits, also rund 500 Euro.

Für das Stadtarchiv

Das Wohlwollen des Stadtrats erfuhr auch ein Antrag des Stadtarchivar Klaus Dieter Guhling. Das Archiv hat in den vergangenen Jahren zwei Foto-Negativ-Komplexe von der ehemaligen Drogerie Wintter und aus dem Foto-Geschäft Anton Müller aus dem Zeitraum 1958 bis 1976 kostenlos erhalten. Dabei handelt es sich um rund 5500 Negative. Um diese zu digitalisieren und in Positive umzuwandeln ist mit Kosten in Höhe von 5000 bis 6000 Euro zu rechnen. Klaus Dieter Guhling sei ein Glücksgriff für die Stadt, sagte Bürgermeister Helmut Blank. Er erinnerte daran, wie der Stadtarchivar die verloren geglaubten Bände der Münnerstädter Volkszeitung gerettet hatte.

Förderprogramm verlängert

Verlängert wurde das Förderprogramm zur Revitalisierung der Alt- beziehungsweise Innenorte. Dieses war 2013 erstmalig für zwei Jahre beschlossen und dann alle zwei Jahre verlängert worden. Nun sollte es wieder um 24 Monate verlängert werden. "Zwei Jahre sind zu wenig", sagte Klaus Schebler (Neue Wege). Er schlug vor, das Programm um fünf Jahre zu verlängern. Das sah Andreas Trägner (Freie Wähler) ähnlich. Es dürften sogar zehn sein. Leo Pfennig (Freie Wähler) erinnerte daran, dass es verschiedene Förderprogramme gibt. Er wollte wissen, ob diese bereits zusammengefasst worden sind. Zur Harmonisierung der Programme gebe es demnächst ein Gespräch bei der Regierung von Unterfranken, sagte der Geschäftsleitende Beamte, Stefan Bierdimpfl, dazu. Er riet allerdings davon ab, das Programm für zehn Jahre zu verlängern. Fünf Jahre seien besser. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Segensreiches Programm

Auch für das nächste Jahr wird die Stadt einen Antrag auf Gewährung von Bedarfszuweisungen stellen. Erst kürzlich hat Münnerstadt 1,7 Millionen Euro erhalten, insgesamt waren es inzwischen 6,8 Millionen Euro. Als "segensreich" bezeichnete Helmut Blank das Förderprogramm. Aber dafür habe die Stadt auch etwas getan. Sie habe es nur erhalten, "weil wir in der Lage waren, auch die Bedingungen zu erfüllen", sagte er. Deshalb sollte die Stadt auch einen erneuten Antrag stellen.

Bei Übergabe nicht dabei

Das sah Britta Bildhauer (SPD) zwar genauso, sie bemängelte allerdings, dass Landrat Thomas Bold (CSU) während seines Jahresrückblicks bei der letzten Kreistagssitzung ein Foto von der offiziellen Übergabe der Stabilisierungshilfe in München gezeigt hatte, auf denen alle Bürgermeister der bedachten Kommunen zu sehen waren, mit Ausnahme des Münnerstädter Bürgermeisters. "Ich wäre da gerne hingegangen", sagte Helmut Blank dazu. Er habe auch schon fast im Auto gesessen. Dann sei aber ein Gespräch wegen der Mehrzweckhalle dazwischen gekommen. Britta Bildhauer blieb aber dabei, dass der Termin wichtig gewesen sei. "Wir haben den Zuschuss auch so bekommen", konterte der Bürgermeister. Bei der anschließenden Diskussion hob er die gute Arbeit der Verwaltung hervor, der die Zuschüsse erst möglich gemacht habe.

Neues Mobiliar gefordert

Im letzten Tagesordnungspunkt "Anfragen" lobte Klaus Schebler die neue Leinwand für den Beamer und die neu aufgestellten Bildschirme in der Mitte des Raumes. Vielleicht könne man auch einmal das alte Mobiliar des Sitzungsraumes erneuern, weil "an dem einen oder anderen Stuhl schon gesägt wurde". Das soll demnächst angegangen werden.

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