Breitbrunn

Zuhörerin lernte ihr Idol kennen

Ein neunstündiges Nonstop-Musikprogramm genossen die Besucher des Heilig-Länder-Rock in Breitbrunn am Samstag. Neun Bands aus Franken und die international erfolgreiche Band "Turbobier" heizten dem Publikum mächtig ein.
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Höhepunkt beim Heilig-Länder-Rock in Breitbrunn war der Auftritt der international erfolgreichen Band "Turbobier" aus Österreich. Fotos: Christian Licha
Höhepunkt beim Heilig-Länder-Rock in Breitbrunn war der Auftritt der international erfolgreichen Band "Turbobier" aus Österreich. Fotos: Christian Licha
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Höhepunkt des Heilig-Länder-Rocks war der Auftritt der aus dem Wiener Gemeindebezirk Simmering stammenden Band "Turbobier", die sich auch schon in den TOP 10 mit ihrem Album "Das neue Festament" auf dem ersten Platz behaupten konnte.

"Ständige Trunkenheit und ein glückliches Händchen für die richtigen Themen" seien die optimalen Voraussetzungen für den Erfolg, sagte Marco Pogo, der Frontmann der Band. Die Affinität der vier Jungs zu Bier lässt sich kaum leugnen: Sie haben ihre eigene Biermarke auf dem Markt, die es in ganz Österreich zu kaufen gibt. Außerdem sind sie Gründer der offiziell in Österreich eingetragenen "Bierpartei", die dem Gerstensaft huldigt.

Wenn wundert es da, dass es den Musikern der Rockband in Franken besonders gut gefällt? "Die hohe Brauereidichte hat es uns besonders angetan", hob Marco Pogo in einem persönlichen Gespräch hervor und wunderte sich gleichzeitig darüber, dass es bei uns nur eine geringe Arbeitslosigkeit gibt. "Arbeitslos" ist nämlich auch ein erfolgreicher Titel, den die Band von Helene Fischers "Atemlos" gecovert und mit einem neuen, nicht ganz bierernst zu nehmenden Text versehen hat.

Auf den Besuch eines fränkischen Biergartens mussten die "Austro-Punk-Rocker" aber leider verzichten, denn eine frühe Anreise war angesagt. Eine ausgedehnte Tour durch Großstädte in Japan steht nämlich bevor, für die sie sogar ihren Titel "Verliebt in einen Kiwara" mittels Lautschrift auf japanisch produziert haben.

Obwohl die Erfolgsband auch auf großen Festivals wie Wacken oder Nova Rock zu Hause ist, fand sie den perfekt organisierten Heilig-Länder-Rock grandios: "Wir hoffen, dass Breitbrunn ein Fixstern in unserem prall gefüllten Terminkalender wird."

Luisas Liebeserklärung

"Turbobier-Mann, ich liebe dich", schallte es vor der Halle, als Marco Pogo gerade sein Equipment in den Tourbus verlud. Luisa Zettelmeier aus Breitbrunn erregte damit natürlich sofort die Aufmerksamkeit des Profimusikers. Klar, dass es für die 19-Jährige auch ein Selfie mit dem Star gab. Bei einem kleinen Smalltalk erzählte sie ihm, dass sie bereits seit der Band-Gründung im Jahr 2014 ein großer "Turbobier"-Fan sei. Die Altenpflegerin, die im Zeiler Hans-Weinberger-Haus ihren Job versieht, war glücklich darüber, dass ihr Schichtplan es erlaubte, ihr Idol einmal persönlich kennenzulernen.

Von Seiten des Veranstalters Daniel Tischner, der zusammen mit Christoph Schlee das Festival bereits schon zum neunten Mal organisierte, gab es auch Lob für die Bands und das Publikum: "Wir konnten wieder ein erfolgreiches Heilig-Länder-Rock feiern, das sehr fröhlich und vor allem friedlich ablief." Den Erlös der Tombola, bei denen die Rockfans viele attraktive Preise gewinnen konnten, kommt auch in diesem Jahr einem guten Zweck zugute: dem Heilig-Länder-Zeltlager.



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