LKR Erlangen-Höchstadt

Zufriedene Kunden = gute Zahlen

Die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach nennt eine einfache Gleichung als Grund für ein erfolgreiches Geschäftsjahr.
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Hans-Jürgen Leyh
Hans-Jürgen Leyh

Die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach hat sich im Geschäftsjahr 2018 in einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich behauptet. Dieses Resümee zogen die Vorstände Johannes Hofmann und Hans-Peter Lechner in der Vertreterversammlung, in der sich unlängst 245 Vertreter zur Geschäftspolitik der VR-Bank informierten. Wie das Kreditinstitut mitteilt, entlastete das höchste Organ einer Genossenschaft sowohl den Vorstand als auch den Aufsichtsrat und gab damit sein deutliches Einverständnis zur Geschäftspolitik im Jahr 2018.

Bereits im Grußwort der Stadt Erlangen äußerte Wirtschaftsreferent Konrad Beugel nur lobende Worte: "Die Erlanger Genossenschaftsbank präsentiert sich als wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor, fördert Jungunternehmer und beweist mit facettenreichen Sponsoringkonzepten ihr soziales Engagement!" Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte die Einladung der VR-Bank angenommen, um den Ursprungsgedanken einer Solidargemeinschaft zu würdigen: Wer eine Genossenschaft für ein veraltetes Modell gehalten hätte, könne sich hier vom Gegenteil, nämlich von gelebter Demokratie und dem Schaffen von Mitgliedernutzen überzeugen.

Den Wunsch eines anwesenden Vertreters hatte Lechner aufgegriffen und zum Thema "Umwelt- und Klimaschutz" bei der VR-Bank informiert: Beispielsweise würden für Kundentermine zwei Elektroautos genutzt, Finanzierungssummen für erneuerbare Energien seien in Höhe von 21 Millionen Euro zugesagt, Mitarbeiter könnten E-Bikes leasen und Schulen sich für das Jahr 2020 um den Umweltpreis bewerben.

"Wie man mit der Bank kommuniziert, möchte jeder Kunde für sich selbst entscheiden", erklärte Lechner. Die VR-Bank trage diesem Wunsch mit ihrem durchgängigen Filialkonzept und ihrer digitalen Infrastruktur Rechnung. Diese Kundenorientierung sieht der VR-Vorstand als Basis für die gute Entwicklung des Kredit- und Einlagengeschäfts. Ihre Bilanzsumme konnte Mittelfrankens zweitgrößte Genossenschaftsbank von 1,54 Milliarden Euro (2017) auf 1,67 Milliarden Euro steigern. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsniveaus könne die VR-Bank auf einen Zinsüberschuss von 22,57 Millionen Euro verweisen - 0,7 Prozent mehr als im Jahr 2017, während die bayerischen Banken im Landesdurchschnitt bei dieser wichtigen Stellgröße einen Rückgang von 1,9 Prozent zu beklagen hatten. Auch hier zeige sich das Vertrauen der Mitglieder und Kunden.

Außerdem betätigte sich das Provisionsgeschäft als Erfolgsbringer: Die Erträge stiegen hier um 8,6 Prozent, ein deutliches Plus von 2,4 Prozent im Bayern-Vergleich. Zum Wachstum beigetragen hatten sowohl das bankeigene Tui-Reisecenter als auch das kontinuierlich gute Ergebnis des Immo-Service, der sein bestes Geschäftsjahr verzeichnen konnte. ",Betongold‘ bleibt eine interessante Investition sowohl für den Eigennutzer als auch für den Kapitalanleger", schloss Lechner.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Mehl informierte über das ordnungsgemäße Prüfungsergebnis des Genossenschaftsverbands Bayern. So folgten die anwesenden Vertreter dem Vorschlag von Lechner, den Jahresabschluss 2018 zu genehmigen sowie der Verwendung des Jahresüberschusses zuzustimmen. Den 35 240 Mitgliedern wird für das vergangene Jahr eine Dividende von zwei Prozent (rund 400 000 Euro) ausbezahlt, eine Rendite deutlich über dem Kapitalmarktniveau.

Geschlossen befürworteten die Vertreter Hofmanns Vorschlag, die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsräte - Petra Beck, Jochen Düsel, Norbert Gärtner, Rainer Haberkamm und Hans Wölfel - für eine weitere Amtszeit von drei Jahren wiederzuwählen. Besonders gewürdigt wurde Aufsichtsratsmitglied Hans-Jürgen Leyh aus Bubenreuth: Der 66-Jährige schied mit Erreichen der Altersgrenze aus dem Amt aus. Für sein zwölfjähriges genossenschaftliches Wirken würdigte ihn Aufsichtsratsvorsitzender Mehl als "stets fairen Ratgeber", der sich vor allem als "Anwalt für die Kunden" verstanden hatte.

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