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Großheirath
großheirath.inFranken.de  Den Fischen in der Itz geht es nicht gut, hat man beim Fischereiverein Großheirath feststellen müssen.

Zu wenig und zu warmes Wasser

"Den Fischen in der Itz geht es nicht gut. Das Wasser wird immer weniger und wärmer", sagte der Vorsitzende des Fischereivereins Großheirath, Gerhard Kanzler, als er bei der Hauptversammlung des Fisch...
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Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft beim Fischereiverein Großheirath (von links): Frank Leistner, Zweiter Vorsitzender Volker Griebel, Günther Präcklein, Vorsitzender Gerhard Kanzler  Foto: Michael Stelzner
Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft beim Fischereiverein Großheirath (von links): Frank Leistner, Zweiter Vorsitzender Volker Griebel, Günther Präcklein, Vorsitzender Gerhard Kanzler Foto: Michael Stelzner

"Den Fischen in der Itz geht es nicht gut. Das Wasser wird immer weniger und wärmer", sagte der Vorsitzende des Fischereivereins Großheirath, Gerhard Kanzler, als er bei der Hauptversammlung des Fischereivereins Großheirath auf das vergangene Jahr zurückblickte.

Er habe die Bachzuläufe überprüft und könne von keinen guten Ergebnissen berichten, sagte Kanzler. Auch die Auswirkungen des Bibers auf die Fischbestände seien deutlich spürbar, denn der Biber baue Dämme, die von Kleinfischen nicht überwunden werden könnten. Dadurch werde sich das ganze Ökosystem in der Region ändern und es werde aus dem Gleichgewicht geraten. Kanzler ging auch auf das große Rückhaltebecken "Goldbergsee" ein. Dort erwärme sich das Wasser und verdunste stark, Blaualgen entstünden. Kanzler: "Es fließt nur wenig Wasser in die Itz und das ist dann warm." Durch die geringe Wassermenge und die zunehmenden Starkregenfälle würden die Laichstellen der Fische überdeckt. Auch der Kormoran und der Fischotter seien eine Gefahr für die Fischbestände. Zusammen mit dem Fischereiverband und der Fischereifachberatung für Oberfranken wollten die Vereine eine gemeinsame Lösung für die Zukunft finden, kündigte Kanzler an.

Die Fangstatistik 2019 der Mitglieder des Vereins auf einem 15 Kilometer langen Teilstück der Itz, das von Niederfüllbach bis nach Schleifenhahn reicht, kann sich aber sehen lassen. Es wurden zwar 60 Kilo weniger Fisch geangelt, aber es waren dann doch 1015 Fische mit einem Gesamtgewicht von 844 Kilogramm. Der größte Fisch war ein Karpfen mit einer Länge von 72 Zentimetern und einem Gesamtgewicht von 9000 Gramm. Auch ein Hecht mit einer Länge von 102 Zentimetern und einem Gewicht von 7600 Gramm und eine Bachforelle mit einer Länge von 52 Zentimetern und 1200 Gramm Gewicht konnten geangelt werden. Ein Aal mit 1820 Gramm und 93 Zentimetern Länge gehörte zu den besonderen Fängen. Außerdem wurden wieder mehrere Hundert Krebse gefangen. Der Vorsitzende rief die Arbeitseinsätze in Erinnerung und wünschte sich hier mehr Beteiligung der Mitglieder. Durchgeführt wurde wieder eine Reinigung der Itz von insgesamt 33 Helfern. Der Unrat, der aus dem Fluss gezogen wurde, füllte einen ganzen Container. Natürlich gab es beim Fischereiverein ein Fischessen, bei dem sich der Vorsitzende eine größere Resonanz der Mitglieder gewünscht hätte. Über das ganze Jahr wurden immer wieder rund 40 Zentner verschiedene Fische in die Itz eingesetzt. Darunter waren auch 7000 Bachforellenbrütlinge sowie 160 Regenbogenforellen aus dem vereinseigenen Teich, der im Sommer wegen Wassermangels mit Wasser aus dem Brunnen aufgefüllt werden musste. Beim Hege- und Freundschaftsangeln wurden 44 Teilnehmer verzeichnet, wovon 34 Anglerglück beschert war. "140 Kilo Fisch, so viel wie noch nie, wurden geangelt", freute sich Kanzler. Darunter waren 49 Spiegelkarpfen und 28 Regenbogenforellen. Anglerkönig wurde Hans-Dieter Bauer mit einem 68 Zentimeter langen Spiegelkarpfen, der 6660 Gramm wog. Weiter sagte Kanzler, Roland Galle habe viele Stunden für die Pflege und Gestaltung des Grundstücks aufgewendet, wofür er ihn lobte.

Vorsitzender Kanzler zeichnete zusammen mit dem Zweiten Vorsitzenden Volker Griebel Frank Leistner und Günther Präcklein für eine 25-jährige Mitgliedschaft mit Urkunden und Nadeln aus. Keine Veränderungen brachten die Neuwahlen. Michael Stelzner

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