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Oberleichtersbach
Gemeinderat

Zu oft wird viel zu schnell gefahren

Benjamin Schubert von der gemeinnützigen Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit mbH (gGKVS) stellt den Oberleichtersbacher Gemeinderäten das Konzept der gGKVS für Geschwindigkeitsm...
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Die Gemeinde hat in allen Ortsteilen die Geschwindigkeitsmessungen machen lassen. Das Ergebnis erschreckte den Gemeinderat. So war ein Auto mit 83 km/h in der 30er-Zone unterwegs.  Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpa
Die Gemeinde hat in allen Ortsteilen die Geschwindigkeitsmessungen machen lassen. Das Ergebnis erschreckte den Gemeinderat. So war ein Auto mit 83 km/h in der 30er-Zone unterwegs. Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpa
Benjamin Schubert von der gemeinnützigen Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit mbH (gGKVS) stellt den Oberleichtersbacher Gemeinderäten das Konzept der gGKVS für Geschwindigkeitsmessungen vor. Da von den Bürgern aller Ortsteile immer wieder Klagen über zu schnelles Fahren an die Gemeinde herangetragen wurden, beauftragte der Gemeinderat die Firma gGKVS, mehrere Testmessungen an unterschiedlichen Messstellen im Gemeindebereich durchzuführen, um so verlässliche Zahlen für das weitere Vorgehen zu bekommen.
Die Messungen wurden in der Zeit vom 15. September 2017 bis 11. Oktober 2017 durchgeführt. Als Verstoß wurde eine Überschreitung der an der jeweiligen Messstelle zulässigen Höchstgeschwindigkeit von mehr als neun km/h gewertet. Die Messstellen wurden mit Hilfe der Polizei festgelegt.
Die teilweise erschreckenden Ergebnisse der Messungen liegen dem Gemeinderat nun vor. Die mit 85 Prozent höchste Quote an Verstößen wurde in der Kirchstraße auf Höhe des Friedhofs im Ortsteil Breitenbach ermittelt. Die höchste hier gemessene Geschwindigkeit betrug 63 km/h. Die Verstößequote einer Messstelle gibt den prozentualen Anteil der Geschwindigkeitsüberschreitungen an dieser Messstelle, bezogen auf die Gesamtzahl der dortigen Messungen an.


Mit 83 km/h durch die 30er-Zone

In der Denkmalstraße in Mitgenfeld ergab sich eine Quote von 63 Prozent bei einer gemessenen Höchstgeschwindigkeit von 67 km/h. 50 Prozent beträgt die Quote an Verstößen in der Kapellenstraße in Unterleichtersbach. Hier wurde auch die mit 83 km/h größte Einzelgeschwindigkeit gemessen, bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
Insgesamt wurden an elf Messstellen im gesamten Gemeindegebiet Testmessungen durchgeführt. An sechs Messstellen ergaben sich mehr als 20 Prozent Verstöße. An diesen Stellen sei dringender Handlungsbedarf, sagte Schubert von der gGKVS.
Zur kommunalen Verkehrsüberwachung stellte Schubert verschiedene Modelle vor. Die Verkehrsüberwachung besteht aus zwei Teilen, den Messungen an den jeweiligen Messstellen durch Fachleute der gGKVS im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung und der Auswertung einschließlich der Versendung der Bußgeldbescheide an die Verkehrssünder sowie der Einziehung der Bußgelder durch eine Bußgeldstelle. Die Bußgeldstelle kann sowohl durch Mitarbeiter der gGKVS als auch durch eigene Mitarbeiter der Gemeinde besetzt werden. Es bestehe aber auch die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit einer Gemeinde, die bereits eine kommunale Verkehrsüberwachung durchführt, wie beispielsweise Bad Neustadt. Daneben seien aber auch noch verschiedene Mischformen möglich. Die Gemeinderäte legten sich jedoch noch nicht fest und wollen sich zunächst noch weitere Informationen einholen.
Der Gemeinderat vergab im Zuge der Generalsanierung und Erweiterung des Oberleichtersbacher Kindergartens Peter und Paul verschiedene Gewerke. Die Trockenbauarbeiten wurden für etwa 102 021 Euro an die Firma Jaeger Ausbau GmbH & Co KG aus Dettelbach als günstigster Anbieter vergeben. Die Tischlerarbeiten übernimmt die Schreinerei Jochen Burger aus Bad Bocklet. Sie hat mit 60 235 Euro das günstigste Angebot abgegeben.
Das gleiche Unternehmen erhielt für 54 233 Euro auch den Zuschlag für die Sonnenschutzarbeiten. Die Innenputz- und Malerarbeiten vergab der Gemeinderat an den mit 142 600 Euro günstigsten Anbieter, die Firma Straub der Maler GmbH & Co KG aus Oberthulba. Schließlich wurden noch die Estricharbeiten für circa 34 658 Euro an die Firma Estrich Kühnlein GmbH aus Schondra vergeben. Der Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Am Alten Dorf" in Breitenbach durch Angela Neidhart und Herald Günther wurde nach einer Planänderung erneut genehmigt. bws
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