Hausen
Bauausschuss

Zoff um fünf neue Ortstafeln in Hausen

Mit einer Kampfabstimmung von 5:4 hat der Hausener Bauausschuss die Aufstellung von fünf Ortstafeln beschlossen, die vom ortsansässigen Unternehmerkreis ges...
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Mit einer Kampfabstimmung von 5:4 hat der Hausener Bauausschuss die Aufstellung von fünf Ortstafeln beschlossen, die vom ortsansässigen Unternehmerkreis gespendet werden. Die Gemeindeverwaltung stellte sich aber gegen die vorgelegten Bauanträge.
Einem geschenkten Gaul schaut man sprichwörtlich nicht ins Maul, oder doch? Mit dieser Redewendung hielt es Hausens Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) überhaupt nicht. Der Hausener Unternehmerkreis, ein gemeinnütziger Verein bestehend aus Gewerbetreibenden, hatte fünf Bauanträge eingereicht zu Ortstafeln, auf denen Informationen über die Gemeinde publiziert werden sollen. Die Kosten für die Errichtung der Tafeln trägt der Unternehmerkreis mit Erlösen, die unter anderem aus dem Weihnachtsmarkt stammen. Als Gegenleistung sollten die Namen der Gewerbetreibenden als Werbung mit angebracht werden.
Bürgermeister Zimmer stützte sich mit seiner Argumentation auf die Aussage des gemeindlichen Ordnungsamtes. Von dort wurden gegen die Sachspende Bedenken erhoben. Plakatierungen und Werbemaßnahmen vor allem an Kreisstraßen, aber auch innerorts, würden immer eine sehr hohe Unfallgefahr für den fließenden Verkehr bedeuten, so das Ordnungsamt.
Da die Tafeln eine Größe von einem Quadratmeter überschreiten, hatte der Bauausschuss über die Baupläne zu entscheiden. Die Aufstellung von vier Tafeln wurde mit 5:4 beschlossen, eine Maßnahme mit 6:3. Bürgermeister Zimmer zweifelte an, ob Gemeinderat Franz-Josef Ismaier (CSU) überhaupt abstimmungsberechtigt sei, nachdem die eingereichten Baupläne vom Sohn des Gemeinderates entworfen wurden und Zimmer damit eine persönliche Beteiligung von Ismaier sah. Er werde dies prüfen lassen, kündigte Zimmer an. hit
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