Coburg

Zimmermann will den OB-Sessel

Die Coburger FDP tritt mit ihrem Kreisvorsitzenden als Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl an. Mindestens vier Sitze im Stadtrat sind das Ziel.
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Michael Zimmermann will bei der Kommunalwahl im kommenden März den OB-Sessel im Coburger Rathaus für die FDP erobern. Am Dienstag wurde er mit großer Mehrheit nominiert.  Foto: Christoph Winter
Michael Zimmermann will bei der Kommunalwahl im kommenden März den OB-Sessel im Coburger Rathaus für die FDP erobern. Am Dienstag wurde er mit großer Mehrheit nominiert. Foto: Christoph Winter

Michael Zimmermann strebt bei der Kommunalwahl am 15. März nächsten Jahres das Amt des Coburger Oberbürgermeisters an. Der Kreisverband Coburg-Stadt der FDP nominierte den Leitenden Oberarzt der Wirbelsäulenchirurgie und Facharzt für Neurochirurgie am Klinikum Lichtenfels am Dienstagabend mit großer Mehrheit. Von den 36 Stimmberechtigten bei der Aufstellungsversammlung votierte einer gegen Zimmermann, alle anderen Stimmen erhielt der Kreisvorsitzende der Coburger Liberalen. Seit Anfang des Jahres hat Zimmermann dieses Amt inne. Weiter stellte die Partei ihre Kandidatenliste für die Wahl zum Stadtrat auf.

Mehr "Macher"

"Ich will nächstes Jahr den HSC als Aufsteiger auf dem Balkon des Rathauses begrüßen", sagte Michael Zimmermann selbstbewusst bei seiner Vorstellung. Er sieht sich mehr als "Macher" denn als Moderator und nur Chef einer Verwaltung. "An der Umsetzung hat es in den letzten Jahren gefehlt." Taten seien angesichts zu erwartender geringerer Steuereinnahmen und vielleicht weniger Arbeitsplätzen geboten. Zimmermann steht, im Einklang mit dem Selbstverständnis der FDP, für eine "ideologiefreie und vernünftige Politik". Mehr öffentlicher Personennahverkehr, der Aufbau einer S-Bahn zu den Nachbarkommunen, ein zweites Bahngleis im Weichengereuth, Schienenlückenschluss nach Südthüringen, Radwegekonzept und ein attraktives Coburg für junge Menschen und Familien sind einige seiner Positionen.

"Globe" mache Sinn

"Wir sind keine Autohasser, für die Menschen auf dem Land wird der Verbrennungsmotor noch lange unverzichtbar bleiben", stellte Zimmermann fest. Aber bei jeder Entscheidung müsse die Klimarelevanz berücksichtigt werden. Das "Globe" mache absolut Sinn und auch ein "Kongresshotel braucht Coburg", wobei der Standort zu diskutieren sei. Ein kleiner Teil des Rosengartens könne dazu genutzt werden. Eindeutig sprach er sich für das Palmenhaus aus: "Das kenne ich seit meiner Kindheit."

Der Stadtverwaltung will der Mediziner eine Verschlankung verordnen und mit der Digitalisierung die Effizienz steigern. "Der dritte Bürgermeister kann auch als Ehrenamt geführt werden", erinnerte er sich an frühere Zeiten. Zur finanziellen Schieflage des Regiomed-Konzerns sagte der FDP-Kandidat: "Hier hat es ein gewisses Politikversagen gegeben", während gesunder Menschenverstand viel Ungemach hätte vermeiden können.

Wieder zurück in Coburg

Seit acht Jahren wohnen Michael Zimmermann und seine Familie wieder in Coburg, zuvor war er im Ruhrgebiet und in Berlin tätig. "Aber das Leben in der Kleinstadt hat, besonders für Familien, Vorteile." Coburg sei eine attraktive Stadt, könne aber noch schöner und besser werden. Noch einmal und somit zum achten Mal für den Stadtrat kandidiert Hans-Heinrich Eidt: "Wir sind eine wichtige Stimme der Vernunft." Wer seine Stadt liebe, mache sie besser.

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