Kronach
Frauenunion

Ziel: junge Leute zurückholen

Der Landkreis Kronach steht vor der Herausforderung, dass mehr junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren die Region verlassen, als hinzuziehen. Der Zuzug der 30- bis 40-Jährigen kann dieses negative Wande...
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Landkreis Kronach steht vor der Herausforderung, dass mehr junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren die Region verlassen, als hinzuziehen. Der Zuzug der 30- bis 40-Jährigen kann dieses negative Wanderungssaldo nicht auffangen. Diese Entwicklung lässt aufhorchen. Für den Landkreis Kronach Grund genug, dem entgegenzuwirken. Seit 2013 ist Gabriele Riedel als Zukunftscoach in der Abteilung "Regionalmanagement" des Kronacher Landratsamtes beschäftigt. Bei der Frauen-Union berichtete sie über Berufsorientierung und Fachkräftesicherung.
Riedel informierte im Rahmen der Kreisdelegiertenversammlung der Frauen-Union über Arbeitsmarkt- und Bildungsprojekte im Landkreis. Ziel der Aktivitäten sei es, junge, gut ausgebildete Leute zurück in den Landkreis zu holen, Kontakte zu halten und zu vermitteln. Sie nannte zahlreiche Rückkehrer-Initiativen, wie Reunion-Party vor Weihnachten mit circa 1000 Besuchern, Versendung eines Newsletters viermal pro Jahr und Informationsveranstaltungen an Kronacher Schulen. Derzeit arbeitet sie an einem Ausbildungsportal und an der Publikation "Karrierepartner". Beides habe zum Ziel, Angebot und Nachfrage des lokalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes zusammenzuführen. Dabei komme auch dem beruflichen Wiedereinstieg von Frauen eine hohe Bedeutung zu, erklärte sie.
Viel Anerkennung für ihre Arbeit als Zukunftscoach erfuhr Gabriele Riedel seitens der FU-Frauen. "Sie haben Initiative entwickelt, Kontakte aufgebaut und Ihre Aufgabe mit Leben erfüllt", fasste stellvertretende FU-Kreisvorsitzende Ursula Eberle-Berlips aus Küps zusammen. In der Diskussion wurde deutlich, dass rückkehrwillige junge Leute Probleme haben, eine passende Wohnung zu finden. "Wohnung und Arbeit sind Ankerpunkte im Leben" stellte Gabriele Riedel heraus. Neben Wohnraum für Familien bestehe auch ein erhöhter Bedarf an flexiblen, kleineren Wohneinheiten, erläuterte sie.
Zuvor hatte FU-Kreisvorsitzende Sibylle Fugmann die monatlichen Aktivitäten des FU-Kreisverbandes in Erinnerung gerufen. Neben Themen aus dem Bereich Familien- und Umweltpolitik hielten die Frauen guten Kontakt zu Abgeordneten aus den Reihen der Frauen-Union und besuchten einige Delegiertenversammlungen.
Vorstandschaft und Schatzmeisterin Margitta Wittig wurden einstimmig entlastet. Stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Angela Hofmann dankte der Frauen-Union für die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der Unionsverbände. Sibylle Fugmann habe vor einem Jahr das Amt der Kreisvorsitzenden als Seiteneinsteigerin übernommen und die Erwartungen übertroffen. Man hätte sich keine bessere Nachfolgerin für FU-Ehrenvorsitzende Mathilde Hutzl wünschen können.


Thema Plastiktüte

Abschließend lud Sibylle Fugmann zum Rundgang anlässlich "Kronach leuchtet" ein und stellte die Jahresplanung 2018 vor. So findet am 23. Juli eine Podiumsdiskussion zum Thema "Was geht Bayern die Plastiktüte an? Verpackungsfreies Einkaufen als Beitrag zum Umweltschutz" statt. red
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren