Coburg

Ziel: Die Bürger einbeziehen

Christian Müller geht ein weiteres Mal für die CSB ins Rennen. Er fordert mehr Transparenz in der Kommunalpolitik: OB und Stadtrat müssten klarmachen können, was sie tun und warum.
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Unterstützung für den Kandidaten, Blumen für seine Unterstützerinnen in der Familie (von links): Christian Müller, Kerstin Müller, Tochter Sophia Müller, Hans-Heinrich Ulmann.  Foto: Simone Bastian
Unterstützung für den Kandidaten, Blumen für seine Unterstützerinnen in der Familie (von links): Christian Müller, Kerstin Müller, Tochter Sophia Müller, Hans-Heinrich Ulmann. Foto: Simone Bastian

"Politische Entwicklungen und Entscheidungsfindungen transparenter machen": Damit hat Christian Müller am Dienstagabend im "Münchner Hofbräu"das wesentliche Thema genannt, was er als Oberbürgermeister von Coburg angehen möchte, wenn er denn gewählt wird. Denn es gehe darum, die "Zuneigung der Coburger zu neuen Entwicklungen und einzelnen Projekten zu gewinnen. Dafür muss man als Kommunalpolitiker werben, Gespräche führen, erklären und die Meinung der Bürger ernst nehmen". Dieses Thema ist die Fraktion der CSB schon angegangen, mit einem Antrag, die Geschäftsordnung des Stadtrats zu ändern. "Den Bürgern zu erklären, was man tut und warum man es tut, gehört zur Verantwortung aller Stadträte und im Besonderen zu den Pflichten des Oberbürgermeisters", sagte Müller.

Familienpolitik, Wohnraum schaffen, ein neues Pflegeheim ein Postgelände, Theatersanierung lauten die weiteren Themen in Müllers gut 25-minütiger Rede. Da will er fortsetzen, was schon angeschoben ist. Das Thema Klimaschutz fehlt auch nicht. Müller erklärte, dass er wenig Chancen sieht, in den Bereichen Industrie und Verkehr den CO2 -Ausstoß im Coburger Stadtgebiet zu verringern, wegen der Pendler und Kunden. Sinnvoller sei der Ausbau der Fernwärme über die SÜC.

Angesichts der aktuellen Probleme bei Regiomed betonte Müller, dass der gemeinsame Klinikverbund von Coburg, Lichtenfels, Hildburghausen und Sonneberg in der Hand der Stadt Coburg und der Landkreise bleiben müsse. Der Oberbürgermeister müsse sich freilich "persönlich" um das Thema kümmern. Und das Bewusstsein für die "Regionalität", das es bei den Partnern zu verstärken gelte, dürfe sich nicht auf Regiomed beschränken. Müller warb für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Stadtpolitik und Wirtschaft, da beide Seiten Verantwortung für das Gemeinwesen tragen und einander brauchen würden. In Sachen Familienfreundlichkeit forderte Müller, dass die Stadt die Kindergartenbeiträge übernehmen müsse, in Sachen Stadtfinanzen versprach er Haushaltsdisziplin und Ausgaben nach der Relevanz für die Zukunft der Stadt zu betrachten.

Müller wurde einstimmig nominiert. Hans-Heinrich Ulmann, Vorsitzender der CSB, bezeichnete die Wählergruppe als "gestaltende Kraft der letzten Jahre", die nicht spalten wolle, sondern zusammenführen. Christian Müller sei hier der richtige Kandidat. Auch Gerhard Amend, wie Ulmann seit fast 30 Jahren Stadtratsmitglied, lobte Müllers Qualitäten. Ein Oberbürgermeister müsse nicht nur die Stadtratssitzungen moderieren, sondern auch bei öffentlichen Diskussionen über strittige Themen. "Der Bürger" müsse wissen, was der OB denke und wie die übrigen Stadtratsmitglieder mitgehen. Das wiederum sei "eine Sache des Aushandelns", und da sei Müller ein "ausgezeichneter Mann".

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