Zeyern
Glaube

Zeyern feiert den heiligen Sebastian mit einer beeindruckenden Prozession

Zeyern —  Wunderbare Momente des Auf-dem-Weg-Seins wie auch des Innehaltens und Zur-Ruhe-Kommens: Die Sebastiani-Prozession durch Zeyern hat als Zeugnis tiefer Frömmigkeit einen festen Platz im Leben ...
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Die Sebastians-Träger trugen die Heiligenfigur durch die Straßen.  Foto: Heike Schülein
Die Sebastians-Träger trugen die Heiligenfigur durch die Straßen. Foto: Heike Schülein

Zeyern —  Wunderbare Momente des Auf-dem-Weg-Seins wie auch des Innehaltens und Zur-Ruhe-Kommens: Die Sebastiani-Prozession durch Zeyern hat als Zeugnis tiefer Frömmigkeit einen festen Platz im Leben der einheimischen Bevölkerung. Aber auch "Nachbarn" aus den umliegenden Ortschaften beteiligen sich Jahr für Jahr am lebendigen Glaubensbekenntnis, das spürbar mit vielen Emotionen verbunden ist.

Die an einem Baumstamm stehende, von Pfeilen durchbohrte Heiligenfigur wurde von den Sebastians-Trägern mittels einer Sänfte auf ihren Schultern durch die Straßen getragen. Auch heuer schlossen sich bei kühl-sonnigem Wetter viele Gläubige der Prozession an. Der Weg des pilgernden Gottesvolkes erstreckte sich von der Pfarrkirche in einem kleinen Rundgang durch den Ort und wieder zurück zum Gotteshaus. Den Sebastians-Trägern folgte Kaplan Andreas Stahl mit dem Allerheiligsten. Für die feierliche Begleitung sorgte der Musikverein Zeyern. Seinen ergreifenden Höhepunkt fand das gelebte Stück Heimatkultur beim Stopp am Wohnhaus mit der an der Hauswand angebrachten Sebastiansfigur, wobei dem Märtyrer mit Gebet und Lobgesang gehuldigt wurde.

Vorausgegangen war eine Eucharistiefeier zu Ehren des Volksheiligen in der Pfarrkirche. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte der Kaplan das Thema Wunder - ausgehend vom zuvor gehörten Evangelium der Hochzeit zu Kana, bei der Christus durch die Verwandlung von Wasser in Wein sein erstes Wunder vollbrachte. "Gott kann Wunder vollbringen: Er kann heilen, er bringt sein Heil in die Welt", bekundete Stahl, dass Gott - als die für Wunder zuständige Instanz - sich nicht steuern lasse. Ein Wunder sei es auch gewesen, dass der heilige Sebastian nicht an den ihn durchbohrenden Pfeilen gestorben sei. Die Legende zeige uns, was Mut, Glauben und eine gesunde Portion Gottvertrauen bewirken könnten.

Die Eucharistie-Feier nutzte der Kaplan für die Amtseinführung der neu gewählten Mitglieder der Kirchenverwaltung. Für den Zeitraum 2018 bis 2024 gehören dem Gremium wie bisher Walter Deinlein und Matthias Hermann an. Neu hinzu kommen Helmut Felsecker und Stefan Fößel, der zum Kirchenpfleger gewählt wurde. Er tritt die Nachfolge von Peter Scherner an, der in den vergangenen sechs Jahren das verantwortungsvolle Amt pflichtbewusst und mit großem Engagement ausgeübt hatte. Insgesamt gehörte Scherner dem Gremium drei Perioden - 18 Jahre - lang an. Nach zwölf Jahren Zugehörigkeit schied Brigitte Wunder aus, die auch als Schriftführerin großen Einsatz zeigte. Beide wurden mit einer Dankesurkunde und Blumen als Zeichen des Dankes für ihre geleistete Arbeit verabschiedet.

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