Teuschnitz
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Zertifikat und Hexenbesen

Die Arnika-Akademie Teuschnitz verabschiedete die Absolventinnen des zweiten Lehrgangs zum TEH-Praktiker mit Zertifikaten und Hexenbesen. Kräuter- und heilkundigen Frauen haftet seit jeher etwas Magis...
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Die Absolventinnen des zweiten Lehrgangs zum zertifizierten TEH-Praktiker freuen sich über eine erfolgreich abgeschlossenene Prüfung und einen Hexenbesen. Foto: Nicole Julien-Mann
Die Absolventinnen des zweiten Lehrgangs zum zertifizierten TEH-Praktiker freuen sich über eine erfolgreich abgeschlossenene Prüfung und einen Hexenbesen. Foto: Nicole Julien-Mann
Die Arnika-Akademie Teuschnitz verabschiedete die Absolventinnen des zweiten Lehrgangs zum TEH-Praktiker mit Zertifikaten und Hexenbesen.
Kräuter- und heilkundigen Frauen haftet seit jeher etwas Magisches an. In vielen Märchen ist es vom Kräuterweiblein zur Hexe nicht weit. Der stellvertretende Vorsitzende des Arnika-Vereins Teuschnitz, Clemens Richter, überreichte daher mit einem Augenzwinkern das Abschiedsgeschenk für die 16 Absolventinnen des Lehrgangs zum zertifizierten TEH-Praktiker - einen Hexenbesen.
Mit faulem Zauber hat die Traditionelle Europäischer Heilkunde (TEH) allerdings nichts zu tun, und auch für den Erfolg bei der Ausbildung helfen keine Beschwörungsformeln, sondern nur viel Interesse, Lernbereitschaft und Fleiß. Dies alles brachten die Teilnehmerinnen zweifellos mit, denn nach 160 Unterrichtsstunden in Wochenendblöcken seit September letzten Jahres und einer erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung hielten alle glücklich und stolz ihr IHK-Zertifikat in den Händen. Für einige der Absolventinnen ist die Weiterbildung der erste Schritt zum Aufbau eines Gewerbes, etwa der Anbau von Heilkräutern oder deren Weiterarbeitung zu Kosmetik oder Nahrungsmitteln.
Die fundierte Ausbildung findet an der Arnika-Akademie in Teuschnitz in Kooperation mit dem TEH-Verein Unken in Österreich und der IHK Bayreuth statt. Auf dem Lehrplan stehen Grundlagen in Volksheilkunde, Naturschutz, alles über Heilpflanzen sowie Hygiene und Haltbarmachung von Lebensmitteln und Kräuterprodukten. Zum wirtschaftlichen Erfolg gehört auch betriebswirtschaftliches Know-how, daher werden auch Kalkulation, Gewerberecht und Kommunikation unterrichtet.
Ein Highlight der nebenberuflichen Ausbildung ist eine Exkursion zur Wiege der Traditionellen Europäischen Heilkunde nach Unken im österreichischen Pinzgau. Dort besuchen die Lehrgangsteilnehmer auch ehemalige Absolventen der TEH-Akademie und ihre Betriebe. "Dadurch wird plastisch, was man aus der Ausbildung machen kann", erklärt eine Teilnehmerin.
Das Lehrangebot der Arnika-Akademie trägt maßgeblich zur Identität von Teuschnitz als Arnikastadt bei. Daher ließ es sich der Dritte Bürgermeister der Stadt, Werner Neubauer, nicht nehmen, bei der Zertifikatsverleihung anwesend zu sein. Auch der Landkreis freut sich über die wirtschaftlichen Impulse, Grußworte überbrachte der stellvertretende Landrat Bernd Steger.
Der nächste Lehrgang zum zertifizierten TEH-Praktiker startet im September. Informationen gibt es unter teuschnitz.de/arnika-akademie. njm
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