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Burggrub
burggrub.inFranken.de  Die Grenz- und Friedenskapelle in Burggrub steht wieder im Blickpunkt.

Zeichen für den Frieden

Die Jahreshauptversammlung des 47 Mitglieder starken Kapellenbauvereins Burggrub 1990 e. V. im Gasthaus Höring stand ganz im Zeichen der Grenzöffnung vor 30 Jahren. Aus Dankbarkeit, so Vorsitzende Ang...
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Nach der Grenzöffnung hat in Eigeninitiative der 1990 gegründete Kapellenbauverein Burggrub eine Grenz- und Friedenskapelle errichtet, die 1992 eingeweiht worden ist.  Foto: Gerd Fleischmann
Nach der Grenzöffnung hat in Eigeninitiative der 1990 gegründete Kapellenbauverein Burggrub eine Grenz- und Friedenskapelle errichtet, die 1992 eingeweiht worden ist. Foto: Gerd Fleischmann

Die Jahreshauptversammlung des 47 Mitglieder starken Kapellenbauvereins Burggrub 1990 e. V. im Gasthaus Höring stand ganz im Zeichen der Grenzöffnung vor 30 Jahren. Aus Dankbarkeit, so Vorsitzende Angelika Rosenbauer-Chukwu, sei durch einen bemerkenswerten idealistischen Einsatz an der einstigen deutsch-deutschen Grenze die Grenz- und Friedenskapelle - sie ist 1992 eingeweiht worden - entstanden. Die Initiative habe, so die Vorsitzende, deutschlandweit viel Anerkennung gefunden.

Als außerordentlich gelungen bezeichnete sie den Kapellengottesdienst traditionsgemäß am 1. Sonntag im September mit musikalischer Umrahmung durch den Posaunenchor Burggrub unter der Leitung von Herbert Hempfling. Angelika Rosenbauer-Chukwu dankte in diesem Zusammenhang Pfarrer Michael Foltin sowie Pfarrerin Anke Nagel-Kordak für die Gestaltung des Gottesdienstes. Erfreulicherweise hätten immer wieder Besuchergruppen, so unter anderem der Stadt Sonneberg und die Realschule Hirschaid, ihren Weg zur Kapelle gefunden. Auf Spurensuche befinde sich aktuell Moritz Kestel aus Stockheim, der zur Entstehung dieses Gotteshauses ein Info-Projekt für die Grundschule Stockheim ausarbeite. "Wir sind neugierig auf das Ergebnis der Recherche", so die Vorsitzende.

In der Mediathek zu sehen

Auch habe anlässlich der 30. Wiederkehr der Grenzöffnung Pfarrer Christian Probst, der kirchliche Beauftragte für privates Fernsehen, mit TVO Oberfranken Filmaufzeichnungen an der Kapelle getätigt. Dekanin Dorothea Richter, Lars Hofmann, Willi Bischoff und Angelika Rosenbauer-Chukwu seien zu diesem emotionalen Ereignis befragt worden. Diesen Bericht könne man in der Mediathek auf TVO.de noch begutachten. Als sehr gut bezeichnete die Vorsitzende die Beteiligung am Kreuzweg. Mit dabei war auch der ehemaligen Pfarrer Gerhard Schwab zusammen mit Präparanden und Konfirmanden. In diesem Zusammenhang dankte sie Pfarrer Michael Foltin für die geistliche Betreuung der kirchlichen Veranstaltungen.

Der nächste Gottesdienst sei am Freitag, 15. November, an der Kapelle um 19 Uhr. Vorher treffe man sich zum Lichtermarsch um 18.30 Uhr auf dem Dorfplatz. Eingeplant ist am 22. November um 15 Uhr auf Anregung von Andrea Kraus aus Stockheim um 15 Uhr das Freitagsgebet im Rahmen von "Friday Prayer for Future". Außerdem erinnerte Angelika Rosenbauer-Chukwu an die Festveranstaltung am 22. November in Neuhaus-Schierschnitz um 19.30 Uhr im Kultursaal anlässlich der Grenzöffnung vor 30 Jahren.

In nachdenklichen Worten ging Pfarrer Michael Foltin auf die Grenzöffnung im Jahre 1989 ein. "Jetzt sind wir 30 Jahre vereint und hoffen, dass wir die nächsten Jahre noch viel für die Heilung der Einheit tun können." Immerhin sei man 40 Jahre durch Stacheldraht und Minenfelder getrennt worden, gab der Geistliche zu bedenken. Auch Bürgermeister Rainer Detsch würdigte die Bemühungen des Kapellenbauvereins, der mit der Kapelle ein Zeichen für den Frieden gesetzt habe.

Als erfreulich nannte die Vorsitzende, dass das Ökumene-Team des Seelsorgebereichs Unteres Hasslachtal die Grenz- und Friedenskapelle als Ort für die Betstunde "Eine Stunde für den Frieden" mit der Friedens-Standarte aus Neuengrün ausgewählt habe. Als Termin nannte sie Mittwoch, 27. Mai 2020, um 19 Uhr an der Kapelle. gf

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