Burgkunstadt
Stadtrat

Zehn neue Bauplätze im "Lerchenbühl"

Weiteres Bauland kann Burgkunstadt im nächsten Jahr bieten, denn im "Lerchenbühl" werden zehn neue Bauparzellen ausgewiesen. Bald wird es zudem auch über de...
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Weiteres Bauland kann Burgkunstadt im nächsten Jahr bieten, denn im "Lerchenbühl" werden zehn neue Bauparzellen ausgewiesen. Bald wird es zudem auch über den Main bei Theisau wieder eine Fußgängerbrücke geben.
Dipl.-Ing. (FH) Matthias Schimm erläuterte den Planungsentwurf. Demnach umfasst das Baugebiet 0,98 Hektar, wobei zehn Bauplätze in der Größe zwischen 720 und 920 Quadratmetern ausgewiesen werden. Die Abwasserbeseitigung sei im Trennsystem geplant und werde einen Kostenaufwand von rund 410 000 Euro erfordern. Der gesamte Erschließungsaufwand werde 670 000 Euro betragen. Überwiegend seien Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften geplant, wobei die Stadt, was eine weitere Nachfrage ergab, auch für Wohnanlagen, allerdings auf anderen Grundstücken, Möglichkeiten anbieten könne. Als Baubeginn wurde der April 2018 genannt. Die Umsetzung des Vorhabens dürfte nach den Aussagen des Planers etwa fünf Monate in Anspruch nehmen.
Der Stadtrat hatte das Planungsbüro Kellner aus Bad Staffelstein mit der Sanierung der Gemeindesverbindungsstraße Kirchlein - Weides beauftragt; aus diesem Anlass stellten Geschäftsführer Manuel Kellner und Dipl.-Ing. (FH) Johannes Frank die Maßnahme vor, die mit rund 740 000 Euro veranschlagt ist. Mit einer Förderung durch die Regierung von Oberfranken von rund 65 Prozent werde gerechnet.


Feuerverzinktes Stahlfachwerk

Für die Errichtung einer Fußgängerbrücke über den Main im Stadtteil Theisau stellte Ulf Müller vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Burgkunstadt ein Konzept vor. Demnach sei die neue Brücke in einer feuerverzinkten Stahlfachwerkausführung für Fußgänger, Wanderer und Radfahrer mit einer Länge von 45 Meter etwas länger als die vorherige Brücke. Die Breite betrage drei Meter. Die Kosten bezifferte Müller mit 175 000 Euro, wobei die Verwaltung ergänzte, dass durch die Direktion für ländliche Entwicklung mit einer Förderung von rund 40 000 Euro gerechnet werde, der Landkreis Lichtenfels steuert einen Zuschuss von 3000 Euro bei. Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) erinnerte daran, dass dieser Überweg auch Nachbarkommunen zugutekomme, die sich finanziell beteiligen könnten. Hierauf erwiderte Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU), dass die Verwaltung diesbezüglich in Gesprächen sei. Auf die Anfrage aus dem Gremium, ob auch Reiter mit ihren Pferden diesen Überweg nutzten dürfen, entgegnete Ingenieur Ulf Müller, dass dies nicht vorgesehen sei, da der Hufschlag bei dem Holzbelag der Brücke sicherlich Schaden nehmen würde. Der Stadtrat entschied sich, beim Amt für ländliche Entwicklung die Zustimmung zu einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn, unter dem Vorbehalt der haushaltsrechtlichen Zulässigkeit der Stadt, einzuholen.
Kritisch äußert sich Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) zum künftigen Einkaufszentrum jenseits der Bundesstraße. Er befürchtet negative Auswirkungen auf den bestehenden Fachhandel durch gleichartige Sortimentsstruktur (Schreib- und Haushaltswaren). Müller sprach von einer "Existenzgefährdung der bestehenden Fachgeschäfte im Innenstadtbereich". Stadträtin Katrin Weißmann (CSU) erinnerte daran, dass bereits die vorhanden Geschäfte und Einkaufsmärkte alle Artikel vorhielten, die es dann auch in den künftigen Geschäften geben werde. Bei der Entscheidung, wobei Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) eine namentliche Abstimmung beantragt hatte, gab es vier Gegenstimmen zu dem Untersuchungsergebnis einer gutachterlichen Betrachtung, die auch die Verringerung der Verkaufsfläche für Schreibwaren auf 50 Quadratmeter beinhaltet.
In der Aussprache wurde die Sanierung der Stützmauer am Anwesen Willaschek beschlossen. Die Stadtratsmitglieder brachten u. a. eine Fußgängerampel an der B 289, den Internetausbau in Gärtenroth, den Festplatz von Mainroth und die Parkplatzsituation in der Bahnhofstraße zur Sprache.
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