Weismain

Zaubern will gelernt sein

Jeder hätte gerne manchmal Zauberkräfte. Wie das geht, erklärte Markus Sperber einigen Kindern aus Waismain und zeigte ihnen den ein oder anderen Trick.
Artikel drucken Artikel einbetten
Zauberer Markus zeigte Anastasia, Ferdinand und Benedikt den Trick mit bunten Gummibändern und wie man sie zwischen den Fingern bewegen kann. Für den Trick müsse man viel üben, erklärte der Magier seinen Zauberlehrlingen.  Fotos: Roland Dietz
Zauberer Markus zeigte Anastasia, Ferdinand und Benedikt den Trick mit bunten Gummibändern und wie man sie zwischen den Fingern bewegen kann. Für den Trick müsse man viel üben, erklärte der Magier seinen Zauberlehrlingen. Fotos: Roland Dietz
+1 Bild

Zaubern: Wer würde das nicht gerne können? Bei Erwachsenen wird das oft mit dem Erfüllen von überzogenen Wünschen in Verbindung gebracht. Bei Zauberern ist das Hauptmerkmal jedoch das Verblüffen der Zuschauer. Doch meistens wird Zaubern als Kunst gesehen und der Begriff "Kunststück" geht mit den Ausführungen eines Zauberers einher.

Kinder staunen über Tricks

Bei Kindern ist es von allem etwas, wie sich beim Zauberkurs im Rahmen des Sommerjugendferienprogramms im Weismainer Schönbornsaal mit Kinderzauberer Markus zeigte. "Herzlich willkommen in der Zauberschule" war das Motto das sich der Kinderzauberer Markus Sperber überlegt hatte. Und er schaffte es, die Kinder in eine Welt mitzunehmen, die manchmal sehr schwer zu verstehen ist.

Oft handelt es sich beim Zaubern um optische Täuschungen, erklärte er den Kindern, was sie auch gleich selbst ausprobieren konnten. Als mit zwei gekreuzten Fingern über die Nase gefahren wurde, hatten einige das Gefühl, es handle sich um zwei Nasen. Ebenso gelang die Täuschung mit zwei ausgeschnittenen Papierbögen: Obwohl beide gleich groß, nur verschieden bemalt waren, glaubten die Kinder, sie seien unterschiedlich.

Zauberer haben auch Regeln

Beim Zaubern gibt es Regeln, die eingehalten werden müssen, wenn man auftritt, erklärte Markus den staunenden Kindern. Eine magische Atmosphäre entsteht nur, wenn alle gespannt sind und keiner weiß, was geschieht.

Jeder Trick, der vorgeführt wird, muss richtig geübt werden. Die gleichen Tricks sollten demselben Publikum nur einmal vorgeführt werden. Auch ist es für Zauberer wichtig, die Tricks niemanden zu verraten oder gar aus der Hand geben. Requisiten sollen immer am richtigen Ort platziert sein. Diese Utensilien dürfen nicht aus der Hand gegeben werden. Sorgfalt gehört dazu.

Zu seinen Assistenten und zum Publikum sollte ein Zauberer immer nett sein, besonders wenn man Leute zersägt, meinte der Zauberer mit einem Augenzwinkern. Wenn er auch noch witzig ist, ist dies umso besser. Zu einer Zaubershow gehören natürlich auch Zaubersprüche. Dass "Hokus Pokus Fidibus - drei Mal schwarzer Kater" der bekannteste Spruch ist, wussten die Kids. Aber auch "Schlangenei und Krötendreck, was mal da war, ist jetzt weg" gefiel den Kindern genauso wie "Lirum Larum Löffelspiel, Zaubern ist ein Kinderspiel".

Zauberer geben sich oft gerne Namen und das war für alle interessant. So gab es sogleich die "Zauberhafte Anna", die "Magierin Anastasia", die "Zauberfeen Luisa und Antonia" oder die "Zauberhexen Anna und Loisa" oder die "Fantastische Mia".

Kinder basteln Zauberstab

Den Kids gefiel es und endlich durften sie selbst zur Tat schreiten. Zunächst wurde ein Zauberstab aus einem schwarzen Trinkhalm gebastelt, der sich mit dem nötigen Geschick groß und klein stellen ließ. Jeder konnte mit der nötigen Finesse Sachen verschwinden lassen, da es zwei Öffnungen bei der gebastelten Zaubertüte gab.

Schnell wurde klar, dass es sich um anwesende Zauberlehrlinge handelt, die hier am Werk waren. Und ein Blatt wurde wie ein Reißverschluss so zugeschnitten, dass sogar ein Erwachsener durchpasste. Damit gewinnt man daheim jede Wette, war der "Fantastischen Mia" schnell klar. Auch der Kartentrick mit dem Merken und Errechnen von Zahlen machte den guten Rechnern viel Spaß. Luisa machte ihrem Namen als Zauberfee alle Ehre: Ein Seil, in dem ein Ring eingebunden war, löste sie mit erlerntem Kniff sofort und mit abgedeckter Serviette funktionierte das Ganze auch wieder rückwärts.

Im weiteren Programm schon kniffliger war das Bewegen von bunten Gummis zwischen den Fingern. "Üben, üben, üben", empfahl Markus den Kindern. Auch der Seiltrick mit dem Knotenabnehmen und -anfügen war nicht ganz so einfach. Die Kids mussten schon genau hinsehen, als es der Zauberermeister Markus erklärte und ausführte. Dies wurde mit Wollstücken geübt.

Der Tütentrick klappte inzwischen bei manchen so gut, dass aus 5-Euro-Geldscheinen 10-Euroscheine wurden. "Hurra, ich werde reich", meinte Ferdinand.

Die Kinder waren mit großem Eifer dabei und alles Gezeigte hat natürlich großen Spaß gemacht. Alle hatten Freude an den vergangenen 150 Minuten und wollten ihre Familien daheim mit den Tricks überraschen!

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren