Lichtenfels
l ichtenfels.inFranken.de  Schulamtsbezirk, IHK und HWK sowie Stadt und Landkreis zeichneten Mittelschul-Absolventen mit Traumnoten aus.

Zappelphilipp reift zur Persönlichkeit

"Ihr werdet gebraucht, aber genießt erst einmal den Sommer" - so könnte man die guten Wünsche am Tag der Ehrung der besten Mittelschulabsolventen im Landratsamt zusammenfassen. Zukunft verwirklichen D...
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Im Bild von links hinten: Christine Eichenbacher, Mathias Söllner, Fred Wunder, Bernhard Jeßberger, Stefanie Mayr-Leidnecker, Christian Meißner, Andreas Hügerich, Danny Dobmeier; vorne: Alex-John Murmurachi (Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels), Andreas Dauer, Shirley Koschig (beide Mittelschule Altenkunstadt) und Christina Pezolt (Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels)  Foto: Corinna Tübel
Im Bild von links hinten: Christine Eichenbacher, Mathias Söllner, Fred Wunder, Bernhard Jeßberger, Stefanie Mayr-Leidnecker, Christian Meißner, Andreas Hügerich, Danny Dobmeier; vorne: Alex-John Murmurachi (Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels), Andreas Dauer, Shirley Koschig (beide Mittelschule Altenkunstadt) und Christina Pezolt (Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels) Foto: Corinna Tübel

"Ihr werdet gebraucht, aber genießt erst einmal den Sommer" - so könnte man die guten Wünsche am Tag der Ehrung der besten Mittelschulabsolventen im Landratsamt zusammenfassen.

Zukunft verwirklichen

Der Schulamtsbezirk Lichtenfels wollte einmal mehr exzellente Leistungen seiner Mittelschulen der Öffentlichkeit präsentieren und würdigen. So gratulierte Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker den vier Besten in der Region nicht nur zu den bestandenen Abschlüssen, sondern fragte auch: "Was habt ihr nun davon?" Die Antwort stecke vor allem in den Persönlichkeiten, zu denen jeder einzelne durch sein erreichtes Ziel geworden sei. Sie mahnte deshalb auch: "Träumt nicht nur von eurer Zukunft, sondern verwirklicht sie!"

Landrat Christian Meißner erinnerte an die derzeit geburtenschwachen Jahrgänge und hoffte, dass den einen oder anderen sein weiterer beruflicher Weg auch (wieder) in den Landkreis führe: "Ich weiß nicht, wo es euch hinzieht, aber hier werdet ihr gebraucht!"

Bürgermeister Andreas Hügerich gab zu, auch nicht gerade zu den Jahrgangsbesten seiner Schulzeit gehört zu haben und würdigte die Traumnoten der Absolventen mit einer Eins vor dem Komma umso mehr. Von ganzem Herzen wandte er sich deshalb an diese, einen Beruf zu finden, der sie erfülle und der sie sich entfalten lasse.

Geehrt wurden Shirley Koschig (Mittelschule Altenkunstadt), die mit dem Notenschnitt von 1,1 ihren qualifizierenden Abschluss abschloss, den auch Alex-John Murmurachi (Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels) mit der Note 1,8 erreichte. Die besten mittleren Abschlüsse erlangten Christina Pezolt (Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels) mit 1,33 und Andreas Dauer (Mittelschule Altenkunstadt) mit 1,89. Während Erstere eine Ausbildung zur Industriekauffrau antreten wird, startet Andreas Dauer eine Elektroniker-Lehre.

Praxis- und Berufsorientierung

Das freute auch Kreishandwerksmeister Mathias Söllner. Das Handwerk sei von jeher das Ressort, in dem die meisten der ehemaligen Mittelschüler eine Ausbildung beginnen, weil sie die weitaus beste Praxis- und Berufsorientierung mitbringen: "Wir wissen diese Fähigkeiten und Talente sehr zu schätzen." Noch nie seien mehr Fachkräfte gesucht worden, und das Bild vom "Handwerker im Blaumann" habe sich ebenfalls gewandelt. Digitale Techniken und Themen wie erneuerbare Energien etwa hätten längst Einzug im Handwerk gehalten.

Mit einer anderen Perspektive schloss die Feierstunde: Bernhard Jeßberger blickte als Vertreter des Personalratsvorsitzenden der Lehrer auf die Schullaufbahn der Jugendlichen zurück: "Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sieht, unsere Arbeit bringt gute Noten hervor - aber auch, dass aus zappeligen Fünftklässlern heute ganz eigene Persönlichkeiten geworden sind." Nun, da sie auf dem "Gipfel" des Erfolgs stünden, beginne der nächste Lebensabschnitt zunächst einmal wieder von unten, aber das Selbstbewusstsein, das sie erlangt haben, sollte sie ein Stück durch diese Zeit tragen - ebenso wie das kleine Präsent, das am Ende der Feierstunde von allen Verantwortlichen gemeinsam überreicht wurde. Auch in den anderen Schulamtsbezirken Oberfrankens fand an diesem Tag eine solche Ehrung statt. Corinna Tübel

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