Röhrach
Umstrukturierungen

Zapf Daigfuss belegt rund die Hälfte des bayerischen Kalksandstein-Marktes

Das Kalksandstein-Unternehmen östlich Nürnbergs, die Zapf Daigfuss Gruppe, "hat sich zu Beginn 2018 umstrukturiert und für Zukunftsaufgaben fit gemacht". Das teilen die Geschäftsführer Hannes Zapf, Wo...
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Die Geschäftsführung (von links): Wolfgang Zapf, Gerold Daigfuss, Hannes Zapf, Lisbeth Kohler (Leiterin Personalentwicklung), Martin Rohr (Leiter Kaufmännischer Bereich), Stefan Wolfram (Leiter Technischer Bereich)  Foto: Gerhard Illig
Die Geschäftsführung (von links): Wolfgang Zapf, Gerold Daigfuss, Hannes Zapf, Lisbeth Kohler (Leiterin Personalentwicklung), Martin Rohr (Leiter Kaufmännischer Bereich), Stefan Wolfram (Leiter Technischer Bereich) Foto: Gerhard Illig
Das Kalksandstein-Unternehmen östlich Nürnbergs, die Zapf Daigfuss Gruppe, "hat sich zu Beginn 2018 umstrukturiert und für Zukunftsaufgaben fit gemacht". Das teilen die Geschäftsführer Hannes Zapf, Wolfgang Zapf sowie Gerold Daigfuss mit. Das Unternehmen möchte sich regional noch stärker platzieren.
Das bedeutet, dass man in einzelnen Werken Umstrukturierungen vornimmt. Den Marktveränderungen will man deshalb mit noch einfacheren Strukturen gerecht werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Gründerwerk Megalith Daigfuss in Röhrach wird von den Veränderungen nicht berührt. Das bestätigten Gerold Daigfuss und Hannes Zapf auf Anfrage des FT.
Das Werk in Röhrach existiert seit 1962 und beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter. Hier werden, ebenso wie in Zirndorf und Feucht, Steine im Klein- und Mittelformat gefertigt. "Diese Steine kann man mit der Hand verarbeiten", berichtet Zapf. Für die XL-Formate hingegen, die ab 60 Kilogramm wiegen, benötige man maschinelle Hilfe. Diese würden in Breitengüßbach, Amberg und Nürnberg hergestellt, so Zapf.


Veränderungen

Die Veränderungen betreffen unter anderem das Amberger Werk, das künftig wichtiger werden soll. Denn Zapf habe seit Januar seine Position in der Oberpfalz und in Niederbayern ausgebaut. Die Zapf KG übernahm 78,6 Prozent des seit 1972 bestehenden Kalksandsteinwerkes Amberg (bisher 34,7 Prozent). Das bisherige Auslieferungslager in Neumarkt schloss Ende Februar.
Änderungen gibt es auch im Zapf Daigfuss Kalksandsteinwerk Breitengüßbach, das ausgebaut werden soll. Es wird nach der Schließung des Kalksandsteinwerkes Dettelbach bei Würzburg als größtes Kalksandsteinwerk der Region auch den Markt Unterfranken verstärkt beliefern, heißt es in der Pressemitteilung.
Nach der Neustrukturierung belegt die Gruppe nunmehr rund die Hälfte des bayerischen Kalksandstein-Marktes. "Wir können jetzt", erklärten die geschäftsführenden Gesellschafter Zapf und Daigfuss, "aus einer Hand die Region Würzburg, das östliche Unter- sowie Ober- und Mittelfranken, die Oberpfalz und Teile Niederbayerns bedienen. Das hat es so in unserer Firmengeschichte noch nie gegeben."
Zu guter Letzt wurde die Zapf Kalksandsteinwerk Rangau GmbH & Co. KG auf die Zapfwerke GmbH & Co. KG verschmolzen. Das Werk in Zirndorf westlich von Nürnberg wird - neben dem Stammwerk Behringersdorf und Feucht bei Nürnberg - innerhalb der Zapfwerke GmbH & Co. KG weitergeführt.


Der Bruder steigt aus

Bei der Zapfwerke GmbH & Co. KG ist auch eine personelle Veränderung zu vermelden: Der Bruder von Hannes Zapf, Wolfgang Zapf, wird seinen Geschäftsführervertrag nur noch bis 31. Dezember wahrnehmen. Hannes Zapf wird dessen Aufgaben danach mit übernehmen.
Die Zapf Daigfuss Gruppe erzielte 2017 einen Umsatz von 25 Millionen Euro. 150 Mitarbeiter sind beschäftigt. Geschäftsführer Hannes Zapf betont, dass für das Wachstum vor allem die Zusammenarbeit und die Mitarbeiterkultur im Vordergrund gestanden haben.
Als 120 Jahre bestehendes Familienunternehmen sowie als "Marke" sehe sich Zapf gelebten Werten verpflichtet - überdies den vieljährigen persönlichen Kontakten zu den Kunden. "Die Mitarbeitertreue und die Kundenbindung haben uns all die Jahre stark gemacht", freut sich Hannes Zapf. red/bp
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