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LKR Bad Kissingen

Zahlreiche Verfahren

Gäste verzehrten Speisen in der Gaststätte. 60 Anzeigen im Bereich Main-Rhön.
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Am Montag war Tag zehn der vorläufigen Ausgangsbeschränkung, die derzeit in ganz Bayern gilt. Um die Ausbreitung des "Coronavirus" zu verlangsamen, haben Kontrollen zur Einhaltung der "Bayerischen Verordnung über eine vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie" sowie der "Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung" nach wie vor hohe Priorität, teilt das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

In allen unterfränkischen Regionen führte die Polizei deshalb auch im Laufe des Sonntags wieder Kontrollen durch. Das polizeiliche Einschreiten erfolgt stets mit Augenmaß, allerdings mussten dennoch in zahlreichen Fällen gegen Personen Verfahren eingeleitet werden, da sie unter anderem entgegen der vorläufigen Ausgangsbeschränkung ohne triftige Gründe ihre Wohnungen verlassen haben. Die Gesamtzahl der Anzeigen beläuft sich im Bereich Mainfranken auf mehr als 50 Fälle, im Bereich Main-Rhön sogar auf mehr als 60 Fälle und am bayerischen Untermain auf rund 70 Fälle. Hier sind hauptsächlich Ordnungswidrigkeiten gemeint.

Im Landkreis Miltenberg ermittelt die Polizei gegen zwei Männer im Alter von 26 und 49 Jahren, die eine Vielzahl von Einweghandschuhen in einer Apotheke zum Verkauf anboten. Nach bisherigen Erkenntnissen dürften die Handschuhe vom Arbeitsplatz eines Beschuldigten entwendet worden sein. Die strafrechtlichen Ermittlungen der Obernburger Polizei in diesem Zusammenhang dauern noch an. Ebenfalls im Landkreis Miltenberg musste die Polizei in einer Gaststätte einschreiten, weil dort entgegen der Vorschriften Speisen vor Ort verzehrt wurden. Neben dem Inhaber müssen sich auch zwei Gäste entsprechend verantworten.

Polizei bittet: Bleiben Sie zu Hause

Je nach Art des Verstoßes leitet die Polizei gegen die Betroffenen Bußgeld- bzw. Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit oder einer Straftat ein. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen werden die Vorgänge der jeweiligen örtlich zuständigen Verfolgungsbehörde (Kreisverwaltungsbehörde/Staatsanwaltschaft) zur weiteren Entscheidung vorgelegt.

Die Polizei bittet dringend: Bleiben Sie zu Hause! Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur beim Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu gehört seinem Beruf nachzugehen, ein Arztbesuch und zum Einkaufen zu gehen. pol

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