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LKR Erlangen-Höchstadt
Statistik

Zahlen bilden noch nicht die Realität ab

"Aufgrund der Corona-Krise erleben wir aktuell eine Situation, die Folgen für den Arbeitsmarkt hat. Die seitdem sehr dynamische Entwicklung lässt eine genauere Prognose auf die Arbeitsmarktlage allerd...
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"Aufgrund der Corona-Krise erleben wir aktuell eine Situation, die Folgen für den Arbeitsmarkt hat. Die seitdem sehr dynamische Entwicklung lässt eine genauere Prognose auf die Arbeitsmarktlage allerdings frühestens ab dem nächsten Monat zu. Zur Einschätzung der Auswirkungen kommt erschwerend die Unsicherheit hinzu, wie lange die Corona-Krise anhält und wie schnell die Betriebe in Bayern und der Region anschließend wieder in ihr normales Geschäft einsteigen können. Unser Forschungsinstitut, das IAB, geht davon aus, dass ein Teil der Wirtschaftstätigkeit für sechs Wochen ausfällt und dann über einen ebenso langen Zeitraum zur Normalität zurückkehrt", erklärt Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, die auch für den Landkreis Erlangen-Höchstadt und die Stadt Erlangen zuständig ist.

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten beziehen sich laut Pressemitteilung der Agentur auf den 12. März 2020 (statistischer Zähltag). Zu diesem Zeitpunkt standen Deutschland, Bayern und entsprechend der Agenturbezirk Fürth am Beginn der Coronavirus-Pandemie. Die darauffolgenden Maßnahmen der Politik, die die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben, setzten erst danach ein. Somit werde die tatsächliche Lage am Arbeitsmarkt mit den aktuell vorliegenden Daten noch nicht abgebildet. Die einsetzende Frühjahrbelebung im März hatte die Arbeitslosigkeit im Agenturbereich seit Februar um 384 Personen auf 10 580 sinken lassen. Jedoch sind das 477 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt im März mit 3,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkte niedriger als ein Monat zuvor, aber um 0,1 Prozentpunkte höher als im März 2019. red