Haßfurt
Rotes Kreuz

Zahl der Blutspenden geht zurück

Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes geht davon aus, dass mittel- bis langfristig die Zahl der Blutspender und damit auch die Zahl der Blutkonserven zurückgehen. Die Entwicklung dürfte a...
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Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes geht davon aus, dass mittel- bis langfristig die Zahl der Blutspender und damit auch die Zahl der Blutkonserven zurückgehen.
Die Entwicklung dürfte auch vor dem Landkreis Haßberge nicht haltmachen, obwohl die Bürger im Kreis Haßberge seit Jahren die eifrigsten Blutspender in Bayern sind. Im Kreisverband Haßberge spendeten laut Rotem Kreuz im vergangenen Jahr 3700 Menschen insgesamt 7683 Blutkonserven. Das entspricht einer Quote von 12,75 Prozent der Bevölkerung. Damit ist die Spendenbereitschaft im Vergleich zum bayernweiten Durchschnitt, der bei 5,29 Prozent liegt, "wesentlich höher", lobt das Rote Kreuz. Allerdings rechnet das BRK bis zum Jahr 2035 in der Region mit einem deutlichen Rückgang im Spende-Aufkommen von 14,21 Prozent.


Bedarf wurde 2017 gedeckt

Weitere Daten: 533 008 Menschen in Bayern erschienen im Jahr 2017 bei 4403 angebotenen Blutspendeterminen. Die Zahl klingt enorm, trügt allerdings. Denn damit nehmen nur 5,29 Prozent der spendefähigen bayerischen Bevölkerung - dazu gehören die 18- bis 72-Jährigen - tatsächlich die Gelegenheit wahr, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen. Dennoch gelang es dem Blutspendedienst im vergangenen Jahr, 487 535 Blutspenden für Patienten in Kliniken zu sammeln. Der Blutbedarf der Kliniken, der pro Tag etwa 2000 Konserven beträgt, konnte 2017 jederzeit gedeckt werden. red


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