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Kulmbach
Beschäftigung

Zahl der Arbeitslosen steigt saisonbedingt sprunghaft

"Zumindest auf dem Arbeitsmarkt machte sich im Januar der Winter deutlich bemerkbar. Die Arbeitslosenzahlen stiegen in der Region sprunghaft an." Der Chef der Arbeitsagentur Bayreuth-Hof, Sebastian Pe...
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"Zumindest auf dem Arbeitsmarkt machte sich im Januar der Winter deutlich bemerkbar. Die Arbeitslosenzahlen stiegen in der Region sprunghaft an." Der Chef der Arbeitsagentur Bayreuth-Hof, Sebastian Peine, hat gestern die erste Monatsbilanz 2020 vorgestellt. Mit aktuell 4,3 Prozent liege die Arbeitslosenquote damit auch leicht über dem Vorjahresniveau.

11 074 Personen waren im Januar arbeitslos gemeldet, 1950 mehr als im Dezember 2019 und 330 mehr als vor einem Jahr. "Obwohl insgesamt wieder etwas mehr Arbeitslose zu verzeichnen waren, konnte die Langzeitarbeitslosigkeit weiter abgebaut werden. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 130 Personen weniger, die sich seit mehr als einem Jahr auf Jobsuche befinden", betont Peine.

Die Unterbeschäftigung stieg etwas moderater als die Arbeitslosigkeit. Betroffen waren 15 659 Männer und Frauen und somit 1702 mehr als im Vormonat und 287 mehr als im Januar 2019. Die Arbeitskräftenachfrage war gegenüber den Vormonaten nochmals deutlich rückläufig. Der Bestand an offenen Stellen bewegte sich jedoch weiterhin auf hohem Niveau. Mit knapp 5500 Stellen wurde das Vorjahresniveau noch um gut 100 übertroffen. Der größte Personalbedarf kam mit rund 200 offenen Stellen weiterhin aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Auch für die Bereiche Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie das Gesundheits- und Sozialwesen wurde mit jeweils rund 130 Vermittlungsaufträgen rege Personal gesucht.

Viele Lehrstellen

Die Firmen und Verwaltungen der Region meldeten auch bereits eine Vielzahl von Ausbildungsstellen, insbesondere aus den kaufmännischen Berufen, für den kommenden Herbst. 3460 Lehrstellen stehen derzeit 1809 Bewerbern gegenüber.

Im Landkreis Kulmbach stieg die Zahl der Arbeitslosen hauptsächlich durch den Zugang von Kräften aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau sowie aus der Forstwirtschaft. Aber auch Hilfskräfte aus den Bereichen Lager, Versand und Transport hatten Kündigungen wegen Auftragsmangels erhalten. So waren im Januar 1586 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, 279 mehr als im Vormonat. Den meisten Arbeitnehmern wurde die Wiedereinstellung beim früheren Arbeitgeber zugesichert, sobald die Wetterlage die Wiederaufnahme der Tätigkeiten erlaubt. Die Arbeitslosenquote stieg saisonüblich auf 3,8 Prozent und lag somit 0,7 Prozentpunkte über dem Vormonat.

Damit ist der Kreis Kulmbach der einzige in der Region Bayreuth-Hof, der mit einem Minus von 0,1 Prozentpunkten weiter unter dem Vorjahreswert bleibt.

Der Bedarf an Arbeitskräften ging im Januar ebenfalls saisonüblich deutlich zurück. Der Arbeitgeber-Service nahm 87 Vermittlungsaufträge entgegen. Das waren 48 weniger als im Dezember 2019 und neun weniger als im Januar des Vorjahres.

893 offene Stellen

893 offene Stellen bieten Chancen für eine Beschäftigung im Kreis Kulmbach. Gesucht sind insbesondere Elektriker, Anlagenmechaniker und Metallbauer. Der kaufmännische Sektor ist aufnahmefähig für Verkaufssachbearbeiter mit speziellen Fremdsprachenkenntnissen und für den Vertriebsinnendienst. Weiter nachgefragt sind medizinische Fachangestellte, und Physiotherapeuten.

Auf dem Ausbildungsmarkt sind 625 offene Lehrstellen gemeldet. 303 Jugendliche aus dem Landkreis Kulmbach sind für Herbst auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle.

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