Kronach
Stellungnahme

Wunder weist Kritik zurück

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder nimmt Stellung zu einem Schreiben der Waldbesitzervereinigung (WBV) Rennsteig, in der diese von der Politik weniger eine Zukunftsphilosophie als vielmehr schne...
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Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder nimmt Stellung zu einem Schreiben der Waldbesitzervereinigung (WBV) Rennsteig, in der diese von der Politik weniger eine Zukunftsphilosophie als vielmehr schnelle Hilfen für die Rettung des heimischen Waldes einfordert.

Gerhard Wunder richtet sich dabei direkt an den Vorsitzenden der WBV Rennsteig, Hans-Georg Lindig. Der stellvertretende Landrat begrüßt, dass Lindig die Kooperation sucht, übt aber auch Kritik: "In den vergangenen Zeiten stießen mögliche staatlichen Hilfen für den Privatwald nicht unbedingt auf breite Zustimmung Ihrerseits." Mit Freude nehme er deshalb die geänderte Haltung zur Kenntnis, "denn ich bin überzeugt, dass wir miteinander mehr für die Zukunft unseres Frankenwaldes erreichen können".

Dass der Frankenwald mit dem hohen Anteil an Fichtenbestand durch den Klimawandel besonders gefährdet ist, sei nicht nur in Fachkreisen schon länger bekannt. Genau aus diesem Grund hätten sich Landrat Klaus Löffler, Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner und Wunder selbst der Problematik bereits intensiv gewidmet und einen sehr konstruktiven Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer aus unserer Region gepflegt. "Ich darf darauf verweisen, dass dieser Austausch schon zu ersten Ergebnissen geführt hat." Baumgärtner sei es bereits gelungen, sich erfolgreich für die Realisierung von Sofortmaßnahmen einzusetzen: Das Maßnahmenpaket der Bayerischen Staatsregierung zur Borkenkäferbekämpfung sei 2019 inhaltlich sowie finanziell weiter ausgebaut worden, und erst kürzlich seien die möglichen Förderzuschüsse, die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer erhalten, wenn sie befallene Bäume zügig fällen und aus dem Wald bringen, mehr als verdoppelt worden.

Bedauerlicherweise sei aber auch festzustellen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden. "Genau aus diesem Grund haben Landrat Klaus Löffler und Landrat Klaus Peter Söllner mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner und Martin Schöffel den Masterplan für den Frankenwald entwickelt und sich kürzlich mit der Forderung nach einer Realisierung an Ministerpräsident Markus Söder gewandt." Der Masterplan enthält sowohl weitere Sofortmaßnahmen als auch Maßnahmen, die vorausschauend darauf abzielen, den Frankenwald langfristig zukunftsfähig aufzustellen. "Ihre Kritik, die politischen Verantwortungsträger würden sich nicht für Sofortmaßnahmen einsetzen, ist sicherlich nicht zielführend im Sinne einer Rettung unseres Frankenwaldes", betont Wunder.

Wunder lädt deshalb Lindig dazu ein, sich weiterhin aktiv in den laufenden politischen Prozess zur Entwicklung eines Zukunftskonzepts einzubringen. "In diesem Zusammenhang würde ich es sehr begrüßen, wenn Sie die von Ihnen skizzierten Maßnahmenvorschläge inhaltlich und hinsichtlich des geschätzten Förderbedarfs näher beleuchten und in den weiteren Austausch einbringen würden." red

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