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Wrap'n'Roll an der Ziegelhüttener Schule

Wraps sind in. Am besten schmecken sie selbst gemacht, noch besser, wenn man die Zutaten dafür auch noch selbst angebaut hat. Unter dem Motto "Wrap'n'Roll im Klassenzimmer! Wissen wie's wächst und sch...
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Gärtnermeister Rudolf Wihl war natürlich zur Ernte vor Ort und half kräftig mit beim Verarbeiten. Foto: Uschi Prawitz
Gärtnermeister Rudolf Wihl war natürlich zur Ernte vor Ort und half kräftig mit beim Verarbeiten. Foto: Uschi Prawitz
Wraps sind in. Am besten schmecken sie selbst gemacht, noch besser, wenn man die Zutaten dafür auch noch selbst angebaut hat. Unter dem Motto "Wrap'n'Roll im Klassenzimmer! Wissen wie's wächst und schmeckt" haben die Klassen 3a und 3/4 der Ziegelhüttener Grundschule zusammen mit Gärtnermeister Rudolf Wihl vor rund fünf Wochen verschiedene Salate, Kräuter und Radieschen angebaut. Nun konnten die Kinder das appetitliche Grün ernten.
Schon früh am Morgen wuselten sie um die Pflanzkästen, schnitten Salatblätter ab und zogen Radieschen aus der Erde. "Darf ich das gleich essen?", wollte Simon wissen und biss herzhaft hinein. Seine Mitschülerinnen Lenia und Lara haben bei der Aufzucht auch fleißig gegossen und freuten sich über Zitronenmelisse und Schnittlauch, "die mögen wir am liebsten".
Mit einem reich gefüllten Erntekorb ging es dann auf ins Klassenzimmer zur weiteren Verarbeitung. Es sollte leckere Wraps geben, gefüllt mit Kräuterquark, Salat, Radieschen, Schinken und Käse.
Klassleiterin Jennifer Hansl war von dem Projekt sehr angetan: "Das ist super für die Kinder, insbesondere für diejenigen, die keinen eigenen Garten haben, in dem sie etwas anbauen können." Durch den Gruppenzwang würden die Kinder viel eher unbekannte Sachen probieren und erfahren so ein ganz neues Geschmackserlebnis. "Es ist auch gut, dass sie sehen, wie viel Arbeit es macht, ein Lebensmittel zu produzieren."


Ursprung wieder näher bringen

Ein Ziel, das das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit seiner Aktion verfolgt, nämlich Kindern den Ursprung von Lebensmitteln wieder näher zu bringen und sie mit allen Sinnen an eine ausgewogene Ernährung heranzuführen. "Durch das eigene Tun, die Samen und Pflänzchen bis zum fertigen Gericht zu begleiten, eignen sich die Kinder ganz nebenbei Ernährungswissen an", erklärte Projektleiterin Katharina Frank vom AELF.
Nach etwa einstündiger Arbeit wurde es schließlich ruhiger im Klassenzimmer, denn das Büffet war aufgebaut, jeder hatte sich seinen Wrap belegt und gewickelt und durfte ihn mit allen Sinnen genießen. "Super lecker", lautete das Fazit der Schülerinnen und Schüler. Wenn man Salat & Co. selbst anbaut, schmeckt es eben noch einmal so gut.


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