Herzogenaurach

Wolfgang Schneider geht als Bäderchef in die Atlantis-Geschichte ein

Bernhard Panzer Als Bürgermeister Hans Ort im November 1988 den Betriebsleiter des neuen Freizeitbades vorstellte, ahnte niemand, wie eng Wolfgang Schneider mit dem "Atlantis" verschmelzen und letztli...
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Ort-Nachfolger Hans Lang und Wolfgang Schneider werben für eine Verlosung: Der Bäderchef muss als Fotomodell herhalten.  Foto: FT
Ort-Nachfolger Hans Lang und Wolfgang Schneider werben für eine Verlosung: Der Bäderchef muss als Fotomodell herhalten. Foto: FT
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Bernhard Panzer Als Bürgermeister Hans Ort im November 1988 den Betriebsleiter des neuen Freizeitbades vorstellte, ahnte niemand, wie eng Wolfgang Schneider mit dem "Atlantis" verschmelzen und letztlich in die Geschichte des Bades eingehen würde. Niemals ließ er sich entmutigen und schritt zielstrebig seinen Weg, auch als ihm gerade im Zusammenhang mit den Freibad-Debatten viel Gegenwind entgegenschlug.

Der damals 44-Jährige war vor allem deshalb auserwählt worden, weil er sich durch seine Erfahrung im Schwimmsport und seine Leidenschaft für das Element Wasser empfahl. Schneider hatte auch rechtzeitig "keine Gelegenheit ausgelassen, sich bei Besuchen anderer Freizeitbäder über den Ablauf und die Organisation zu informieren", berichtete das Amtsblatt der Stadt.

Und in dem Buch über das Badewesen schreibt Autor Klaus-Peter Gäbelein: "Gegen alle Kritik setzte er sich durch, verwirklichte seine Vorstellungen und war immer wieder Motor für sinnvolle Veränderungen."

Fast zwei Jahrzehnte später, im August 2008, wurde Schneider in den Ruhestand verabschiedet. Ort-Nachfolger Hans Lang lobte damals die kühne Entscheidung, mit der Wolfgang Schneider seine sichere Position als Konstrukteur bei Schaeffler aufgab und sich gewissermaßen ins kalte Wasser stürzte. Lang lobte Schneiders Beharrlichkeit ("Er ist zwar Löwe, aber ein Wassermann par excellence"), mit der er aus dem Atlantis eine Erfolgsgeschichte gemacht habe. Auch Langs Nachfolger German Hacker, als SPD-Stadtrat noch eher einer seiner Kritiker, bescheinigte ihm erfolgreiches Handeln über zwei Jahrzehnte hinweg. Unter Schneiders Leitung habe sich die große Maschine Atlantis zu einem funktionierenden Dauerläufer entwickelt.

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