Unterpreppach
Brandstiftung

Wohnhausbrand: Zwei Feuerwehrleute wurden beim Einsatz leicht verletzt

Glücklicherweise ist bei dem Feuer in einem Mehrfamilienwohnhaus am vergangenen Freitagabend kein Bewohner verletzt worden. In dem Haus im Rosenweg war gegen 19.45 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Nach Ang...
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Alle Bewohner des Mehrfamilienwohnhauses mussten aufgrund der starken Rauchentwicklung ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr hatte die Flammen im Erdgeschoss des Hauses aber rasch unter Kontrolle.
Alle Bewohner des Mehrfamilienwohnhauses mussten aufgrund der starken Rauchentwicklung ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr hatte die Flammen im Erdgeschoss des Hauses aber rasch unter Kontrolle.
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Glücklicherweise ist bei dem Feuer in einem Mehrfamilienwohnhaus am vergangenen Freitagabend kein Bewohner verletzt worden. In dem Haus im Rosenweg war gegen 19.45 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft steht ein psychisch belasteter Bewohner im Verdacht, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben. Er wurde , wie berichtet, in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht.

Die Eberner Polizei hatte am Freitagabend einen Hinweis über eine psychisch auffällige Person in dem Mehrfamilienhaus in Unterpreppach erhalten. Eine Streifenbesatzung stellte schließlich starke Rauchentwicklung aus der Wohnung des Betroffenen fest, teilte die Polizei dazu am Montag mit.

Alle fünf Mietparteien mussten das Haus vorsorglich verlassen, da sich der Rauch in dem gesamten Anwesen verbreitet hatte. Das Feuer wurde in der Folge von etwa 50 Einsatzkräften der Feuerwehren aus Unterpreppach, Ebern, Eyrichshof und Jesserndorf gelöscht. Durch den Brand entstand ein Sachschaden, der nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich liegen dürfte.

Die Feuerwehren hatten die Flammen, die sich an mehreren Stellen im Erdgeschoss ausgebreitet hatten, rasch unter Kontrolle. Bewohner einer Nachbarwohnung, die durch starken Rauch ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden, kamen nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Thomas Habermann in der Nacht zum Samstag bei Verwandten unter. Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt (ILS) hatte zur Absicherung der Feuerwehreinsatzkräfte sowie möglicher Verletzter einen BRK-Rettungswagen an die Einsatzstelle entsandt. Zwei Feuerwehrleute mussten von einem Rettungsteam wegen Kreislaufproblemen und einer leichten Handverletzung vor Ort ambulant behandelt werden.

Verdacht erhärtete sich

Die Ermittlungen zur Brandursache hatte noch am Freitagabend die Kripo Schweinfurt übernommen. Dabei erhärtete sich nach Mitteilung der Behörden der Verdacht, dass das Feuer durch den psychisch belasteten Wohnungsinhaber im Zeitraum zwischen 18.15 und 19 Uhr offenbar vorsätzlich gelegt worden war. Der Mann hatte das Anwesen zwischenzeitlich verlassen, konnte jedoch von einer Streifenbesatzung angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde der Festgenommene am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Unterbringung des dringend Tatverdächtigen in einem Bezirkskrankenhaus an.

Die noch andauernden Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung werden von der Kriminalpolizei Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bamberg geführt.

Während das Team des Rettungsdienstes den Einsatzort gegen 22 Uhr wieder verließ, blieben Helfer der Feuerwehr Unterpreppach noch bis 2 Uhr zur Brandwache. Insgesamt waren acht Atemschutzgeräteträger im Einsatz, den Ortskommandant Sven Kuhn leitete. red

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