Herzogenaurach

Wohnen an der Klinik

Der Plan für das neue Wohngebiet "In der Reuth" soll heute gebilligt werden. Vier Anträge von CSU und Grünen stehen ebenfalls an.
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So sieht das städtebauliche Konzept für das neue Wohngebiet "In der Reuth " aus. Eine Kita, zwei Parkhäuser und viel Grün sind prägende Elemente, ebenso die Bebauung mit größeren Einheiten im Geschosswohnungsbau. Bis zu 850 Menschen sollen dort leben können.  Grafik: Stadt Herzogenaurach
So sieht das städtebauliche Konzept für das neue Wohngebiet "In der Reuth " aus. Eine Kita, zwei Parkhäuser und viel Grün sind prägende Elemente, ebenso die Bebauung mit größeren Einheiten im Geschosswohnungsbau. Bis zu 850 Menschen sollen dort leben können. Grafik: Stadt Herzogenaurach

Bernhard Panzer Nach dem Plazet des Planungsausschusses soll nun auch der Stadtrat dem neuen Baugebiet "In der Reuth" über eine weitere Hürde hinweghelfen: In der Sitzung heute Abend soll der Bebauungsplan gebilligt werden und in die öffentliche Auslegung gehen. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr.

Vielfach ist diskutiert und berichtet worden, seit vor etwa anderthalb Jahren das Verfahren seinen Lauf genommen hat. Auf der landwirtschaftlichen Fläche nahe der Fachklinik, zwischen Nordumgehung und Wohnbebauung, entsteht ein neues Wohngebiet für bis zu 850 Menschen. Im Grunde ist es ein kleiner Stadtteil, der dort aus dem Boden gestampft werden soll.

Gegenüber der ersten Vorplanung ist noch manches geändert worden, nachdem Anwohner ihre Bedenken geäußert hatten. "Wir haben die Anregungen der Nachbarn aufgenommen", sagt Bürgermeister German Hacker (SPD). Mehrere Anwohner konnten das bereits in der Sitzung des Planungsausschusses verfolgen.

Beispielsweise wird jetzt keine Zufahrt zum Baugebiet über die Lessingstraße erfolgen. Die beiden zentralen Parkhäuser des Neubaugebietes werden über die neue Zufahrt von der Fachklinik her angefahren. In die Lessingstraße fahren demnach nur noch die Anwohner, freilich auch die neuen, denn dort werden ja auch Häuser gebaut.

Das Wohngebiet grenzt auch an die Gerhart-Hauptmann-Straße, deren Anwohner ebenfalls Bedenken angemeldet hatten. Dort wurde die Bebauung etwas abgerückt und in der Größe abgemindert. Der öffentliche Raum ist noch grüner geworden und von der Straße In der Reuth wird es eine Linksabbiegerspur geben. Eine Ampel an der Einfahrt zum Hans-Ort-Ring braucht es wegen des Baugebiets laut Bürgermeister indes nicht, und auch keinen vierspurigen Ausbau der Nordumgehung.

Insgesamt sind es 25 Beratungspunkte, die auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause stehen. Darunter befinden sich auch vier Anträge politischer Parteien. Gleich dreimal wird die CSU-Fraktion aktiv. Ihr geht es um den Klimawandel. Unter anderem fordert die CSU eine Klimaneutralstellung städtischer Veranstaltungen. Generell ist man der Meinung, dass die Stadt deutlich differenzieren sollte zwischen bloßer Symbolpolitik und konkreten Maßnahmen, "die wir zum Umwelt- und Klimaschutz als Stadt oder Stadtrat leisten können."

Und auch die Grünen haben eine Forderung. Nämlich die, dass die Stadt Herzogenaurach zum "Sicheren Hafen" erklärt wird. Herzogenaurach soll sich den Grünen zufolge den Forderungen der Aktion Seebrücke anschließen.

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