Ahorn

Wohlbach schnuppert am Remis

NSU Neckarsulm geht als knapper Sieger aus dem Gipfeltreffen hervor, doch der TTC bleibt trotz der bitteren 4:6-Heimniederlage weiterhin auf dem 2. Tabellenplatz in der 3. Liga.
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Richard Vyborny war im Spiel gegen den Spitzenreiter Neckarsulm der überragende Akteur und blieb ohne Niederlage im Doppel und in den Einzeln.  Foto: Horst Marr
Richard Vyborny war im Spiel gegen den Spitzenreiter Neckarsulm der überragende Akteur und blieb ohne Niederlage im Doppel und in den Einzeln. Foto: Horst Marr

Es war ein Tischtennismatch auf allerhöchstem Niveau. Die Zuschauer in der nahezu voll besetzen Sporthalle erlebten am Samstagabend im Gipfeltreffen der 3. Bundesliga Süd zwischen dem Tabellenzweiten TTC Wohlbach und den noch ungeschlagenen Spitzenreiter NSU Neckarsulm absoluten Spitzensport.

3. Bundesliga Süd, Herren

TTC Wohlbach - NSU Neckarsulm 4:6

Beide Mannschaften in Bestbesetzung präsentierten sich entsprechend selbstbewusst, hatten eine sehr positive Ausstrahlung, und man sah den Spielern an, dass sie bereit waren, um jeden Ball zu kämpfen. Für Wohlbach war von Anfang an klar, dass dieses Spiel nur in den Doppelspielen und im vorderen Paarkreuz zu gewinnen ist. Im hinteren Paarkreuz waren Punkte eher unwahrscheinlich. Das wurde durch den Spielverlauf auch bestätigt, und Wohlbach musste sich am Ende nur knapp geschlagen geben. Eine Punkteteilung war möglich und wäre auch verdient gewesen.

Poker bei Aufstellung verloren

Das Pokern um die Doppelbegegnungen ging für Wohlbach nicht auf. Die Wunschpaarung Michal Benes und Richard Vyborny gegen Florian Bluhm und Jens Schabacker kam nicht zustande. Sie mussten gegen Julian Mohr und Josef Braun spielen und konnten in vier Sätzen relativ klar gewinnen. Grozdan Grozdanov und Yevgenij Christ hatten sich demzufolge mit Bluhm/Schabacker auseinanderzusetzen.

Hier zeigte sich bereits, dass die beiden Wohlbacher einen schweren Stand haben werden. Die Gästespieler dominierten das gesamte Spiel, Schabacker war in der Lage, jeden Aufschlag von Grozdanov zu flippen, und eine klare Niederlage war nicht zu vermeiden.

Michal Benes, der in dieses wichtige Spiel mit einer schweren Erkältung ging, konnte Mohr im Entscheidungssatz regelrecht niederringen. Einen Augenschmaus der besonderen Art bot Richard Vyborny gegen den extrem starken Abwehrspezialisten Bluhm. Sein variantenreiches und sicheres Spiel und seine Abschlüsse im jeweils richtigen Moment ließen Bluhm schier verzweifeln. Die Zuschauer waren hoch erstaunt und bejubelten einen glatten Dreisatzsieg. Die 3:1-Führung für Wohlbach zur Pause war eine tolle Ausgangsposition für den weiteren Spielverlauf.

3:1-Führung reicht nicht

Doch dann zeigten die Gäste in den beiden ersten Einzelspielen im hinteren Paarkreuz ihre Stärke. Sowohl Grozdanov gegen Schabacker als auch Christ gegen Brauen waren ohne jegliche Chance. Die Gäste spielten so druckvoll, und die Wohlbacher fanden kein Mittel etwas dagegenzusetzen. Somit stand es 3:3 und jetzt war die Frage, ob Wohlbach mit zwei Siegen auf fünf erhöhen kann und damit ein Unentschieden vorzeitig sichert.

Vyborny konnte seine tolle Tagesform auch gegen Mohr erneut unter Beweis stellen. Er beherrschte seinen Gegner nach Belieben und siegte wiederum in drei Sätzen ganz klar. Benes tat sich gegen Bluhm erwartungsgemäß viel schwerer. Im ersten Satz musste er nach einer 7:4-Führung den Satz noch 10:12 abgeben.

Bluhm brachte fast jeden noch so hart geschlagenen Ball immer wieder zurück, und der eine oder andere Ball von Benes ging dann über die Platte oder blieb auch im Netz hängen. Es sollte nicht sein. Bluhm glich zum 4:4 aus und die Aussichten für den TTC zumindest auf eine Punkteteilung waren mehr als unwahrscheinlich.

So kam es dann auch. Braun gegen Grozdanov und Schabacker gegen Christ dominierten in den letzten beiden Spielen und besiegelten die Wohlbacher Niederlage. hb

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