Mitwitz

Wohin mit dem Schlamm?

Der Abwasserverband Steinachtal befasste sich mit seinem Haushalt und einer ungeklärten Frage.
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Sein Job ist es, über Zahlen zu reden. Der Mitwitzer Kämmerer Clemens Wicklein erläuterte deshalb auch ganz viele davon, denn der Abwasserverband Steinachtal zog in seiner Sitzung die Bilanz für das abgeschlossene Jahr 2018 und legte gleichzeitig auch den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für 2019 vor.

Bevor sich aber die Mitglieder ins Zahlenwerk vertieften, informierte Verbandsvorsitzender Hans-Peter Laschka noch darüber, dass die Kanalsanierung in Neundorf erst einmal aufgeschoben werde. Als Grund nannte er die eingegangenen Kostenvoranschläge in einer Höhe, die sich nicht mit den Vorstellungen der zuständigen Gremien decke.

Suche nach Alternativen

Weiteres Thema war der Klärschlamm beziehungsweise dessen Entsorgung und die Kosten, die sich daraus ergäben. Auch hier werde es nämlich immer verzwickter. "Wir fahren einfach viel Wasser durch die Gegend. Wohin damit?" - das war die Gretchenfrage, die sich vor allem auch Klärwärter Bertram Ebert stellte. Hier sei man auf der Suche nach Alternativen, da Heizkraftwerke sich schon am Rande ihrer Kapazitätsgrenzen befänden. "Außerdem wollen die auch nicht wirklich den getrockneten Klärschlamm, denn der hat einen ähnlichen Brennwert wie Braunkohle."

Die Zahlen brachten - wie erwartet - keine größeren Überraschungen und Clemens Wicklein nannte die wichtigsten Eckdaten: "Der Haushalt für das Jahr 2018 schließt mit 359 136 Euro im Verwaltungshaushalt sowie 51 115 Euro an Einnahmen und 62 830 Euro an Ausgaben im Vermögenshaushalt ab. Außerdem auch mit einem Fehlbetrag von 11 715 Euro. Das ergibt ein

Gesamtvolumen in Höhe von 421 967 Euro. Der Planansatz lag bei 397 400 Euro.

Der Verwaltungshaushalt lag um 11 736 Euro über den Planansatz und führte letztlich zum Sollfehlbetrag. Überschreitungen entstanden beim Unterhalt der Verbandskanäle mit 5069 Euro, bei den Unterhaltskosten der Kläranlage 4 738 Euro sowie der Klärschlammentsorgung mit 4253 Euro. Im Vermögenshaushalt wurden die Mittel um 1016 Euro überschritten.

Das Gesamtvolumen des Haushaltes 2019 beläuft sich auf 420 150 Euro und steigt damit um 5,7 Prozent. Der Verwaltungshaushalt umfasst in den Einnahmen und Ausgaben ein Volumen von 361 400 Euro, der Vermögenshaushalt 58 750 Euro." Als Investitionen nannte er hier unter anderem Sanierungen, Erneuerungen, Überholungen und Ersatzbeschaffungen. Deshalb sei es auch im Haushaltsjahr 2019 unumgänglich, "eine Investitionsumlage in Höhe von 47 000 Euro zu erheben."

Die Vergabe der Arbeiten zur Sanierung der Kanalleitung Teilabschnitt Neundorf wurde an die Firma Mühlherr vergeben. Höhe des Auftragsvolumens hier: 10 432 Euro. Außerdem habe man ein neues Phosphat-Messgerät beschafft, denn "die Firma hat uns angeschrieben, dass die Ersatzteilhaltungen auslaufen wird. Wir haben uns somit dazu entschlossen, das Gerät zu erneuern", so Bertram Ebert.

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