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Ebern

Wo sind Ballen und Schnüre?

Der Bund Naturschutz Ebern erfasst die Laichtätigkeit der Grasfrösche und Erdkröten und bittet um Mithilfe.
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Erdkröten erzeugen Laichschnüre.
Erdkröten erzeugen Laichschnüre.
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Trotz der Coronakrise kümmert sich der Bund Naturschutz (BN) weiter um den Amphibienschutz. Die Ortsgruppe Ebern weist auf ihre Laicherfassung hin.

Die Naturschützer rufen die Bevölkerung auf, bei individuellen Spaziergängen in den nächsten zwei bis drei Wochen gezielt Tümpel, Teiche und Gräben anzuschauen und die auf der Wasseroberfläche schwimmenden Laichballen/-schnüre zu melden. Die Informationen dazu kann man im Internet abrufen und die Ergebnisse per E-Mail schicken, so der BN in Ebern.

Bei der Erfassung geht es im Bereich des Altlandkreises Ebern um den Laich von Grasfrosch und Erdkröte, deren Zahl in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen ist. Der Grasfrosch ist mit der Erdkröte die häufigste hiesige Amphibienart.

In den ersten lauen Nächten der vergangenen Tage haben die Tiere ihre Winterquartiere im Boden verlassen und sich auf Wanderschaft zu den Laichgewässern begeben, die sie ortstreu beibehalten. Einige Grasfrösche überwinterten bereits in Teichnähe oder sogar im schlammigen Gewässergrund und haben bereits angefangen, die ersten Ballen abzulaichen.

Häufig ist das Wasser noch eiskalt, wenn das Grasfroschweibchen seine bis zu 4000 Eier in einem Laichballen an der sonnigsten, flachsten und damit an der wärmsten Stelle des Teiches ablegt, oder die Erdkröte, die sich momentan auf dem Weg Richtung Laichgewässer befindet, ihre langen Laichschnüre zwischen schwimmenden Ästen am Teichrand platziert.

Nach wenigen Wochen hat sich der Laich so weit entwickelt, dass sich die Ballen weitgehend auflösen und damit kaum noch festzustellen sind. So ist der Erfassungszeitraum laut Bund Naturschutz begrenzt. Bei der Meldung wären nach den Angaben der Ortsgruppe die genaue Ortsangabe und die geschätzte Zahl der Laichballen und -schnüre wichtig.

Ein Erfassungsblatt mit den Grundinformationen kann auf www.bund-naturschutz-ebern.de heruntergeladen und per E-Mail an den vorstand@bund-naturschutz-ebern.de gesendet werden. Der Bund Naturschutz erklärt weiter, dass auch Fotos abgegeben werden können.

Das Ziel der Aktion, die als ein Beitrag zu dem Projekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt" gilt, ist, den aktuellen Stand der Grasfrosch- und Erdkrötenlaichgewässer zu erfassen, um die Populationen zu sichern und die Entwicklungen zu dokumentieren.

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