Im Rahmen der Bayerischen Ernährungstage nahmen 45 Schüler sowie Lehrkräfte und der Landrat von Forchheim, Hermann Ulm, an einem Spaziergang der Ernährung entlang der Wertschöpfungskette von Süßwasserfisch teil, unter dem Motto "Wo kommt mein Essen her?"
Ziel der Ernährungstage ist es, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft in puncto Ernährung zu meistern und den Ernährungsstandort Bayern mit neuen Impulsen zu stärken und zu sichern.
Auf dem Weg vom Teich zum Teller besichtigte die Gruppe nach der Begrüßung zunächst die Schlacht-, Filetier- und Räucherräume der Forellenzucht Aufseßtal der Familie Schwegel in Wüstenstein. Danach ging es in einem flotten Spaziergang zu den unterhalb gelegenen Fischteichen und dem Bruthaus.
Hier erfuhren die Teilnehmer den Ablauf der Aufzucht. Karl-Peter Schwegel, Fischwirt-schaftsmeister und Betriebsgründer fragte, wie viel wohl 10 000 Kaulquappen wiegen. "Zehn Kilo", meint ein Schüler. Schwegel korrigierte, dass diese Anzahl an Kaulquappen in einen Esslöffel passt und 20 Gramm wiegt. Die Schüler durften die Forellen des Betriebes füttern und warenüberrascht über das Tosen der Fische. Anschließend holte Schwegel die verschiedenen Fischarten mit dem Kescher aus dem Teich und erläuterte, dass die Fische bis zu drei Jahre wachsen, bis sie geschlachtet werden und dadurch häufig teurer sind als zum Beispiel Schweinefleisch.
Nach dem Spaziergang zurück zu den Betriebsgebäuden zeigt Schwegels Ehefrau die verschiedenen Produkte des Betriebes und erläuterte, dass diese direkt nach dem Schlachten u.a. über den Hofladen vermarktet werden und noch ganz frisch auf den Teller kommen. Dazu Landrat Ulm: "Mit heimischen Frischprodukten erhalten Sie ein Qualitätsprodukt und unterstützen die regionalen Landwirte."
Anschließend konnten sich die Besucher von der Fachschule und den Behörden selbst ein Bild von den geschmacklichen Vorzügen der frischen Süßwasserfische machen. red