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Thurnau
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Wo kommt eigentlich der Strom her?

Wo kommt der Strom her? Wo läuft das Wasser aus der Badewanne hin? Wie kommt die Milch in den Kühlschrank? Diesen und vielen weiteren Fragen können Besucher in der interaktiven Wanderausstellung "Die ...
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Der Strom kommt aus der Steckdose. Klar. Aber wie kommt er dort hinein? Jonas (links) und Paul wollen es herausfinden. Foto: Romy Denk
Der Strom kommt aus der Steckdose. Klar. Aber wie kommt er dort hinein? Jonas (links) und Paul wollen es herausfinden. Foto: Romy Denk

Wo kommt der Strom her? Wo läuft das Wasser aus der Badewanne hin? Wie kommt die Milch in den Kühlschrank? Diesen und vielen weiteren Fragen können Besucher in der interaktiven Wanderausstellung "Die Kuh im Kühlschrank" auf den Grund gehen. Die Ausstellung richtet sich insbesondere an Kinder zwischen vier und acht Jahren und lädt ein, das Zuhause und die Welten, zu denen es sich öffnet, neu zu entdecken.

Wände und Möbel sind komplett aus Pappe und regen an, das gewohnte Zuhause mit anderen Augen zu sehen und selbst Zusammenhänge zu erkennen. In einem Krabbeltunnel, der von der Toilette in die Kanalisation führt, können die Kinder sehen, wo das Abwasser hinläuft. Kaffeebohnen können selbst gemahlen werden, und der Strom für den Fernseher im nachgebauten Wohnzimmer muss selbst erzeugt werden.

Im Kinderzimmer wird vor allem das Thema Nachhaltigkeit groß geschrieben. Wie und woraus wird Spielzeug gemacht? Was passiert mit dem Spielzeug, wenn es nicht mehr gebraucht wird? Schnell entdecken die Kinder, dass Spielzeug nicht immer neu, glänzend und mit vielerlei Technik ausgestattet sein muss. Man kann zum Beispiel auch mit Kronkorken und Plastikschnipseln gut spielen und sich das Puppenhaus aus Büchern zusammenbauen.

Ausstellungskoordinatorin Katja Pfautsch ist Sprachkraft in der Awo-Kindertagesstätte "Lindennest" in Limmersdorf und Fachpädagogin für Inklusion. Sie holte gemeinsam mit Gemeinderätin Susan Müller die Ausstellung nach Hutschdorf. Katja Pfautsch: "Als Fachpädagogin für Inklusion war mir wichtig, dass die Kinder mit Objekten aus dem täglichen Leben selbst lernen und interagieren. Dinge, die begreifbar sind und deren Zusammenhänge die Kinder erkennen und entdecken können." Die Ausstellung ist umfangreich und regt zum "um die Ecke denken" an. So hat Pfautsch, die die Ausstellung selbst mit aufgebaut hat, auch noch nicht alles entdeckt.

Bürgermeister Martin Bernreuther, der die Ausstellung in Begleitung einiger Kollegen aus dem Gemeinderat eröffnet hat, dankte den Organisatorinnen Katja Pfautsch und Susan Müller. Vor allem aber auch Manfred Gareis von der Adalbert-Raps-Stiftung in Kulmbach, die einen Großteil der Kosten übernommen hat. Auch die Berndorfer Kirchenmäuse und die Kleiderkammer Thurnau um Günther Schölzky unterstützen die Ausstellung finanziell und machen sie so überhaupt möglich.

Da die Ausstellung knapp 200 Quadratmeter Fläche benötigt, freute sich Susan Müller, dass die Fachklinik Hutschdorf ihre Räume im Haus Bethanien zur Verfügung gestellt hat und bedankte sich bei Klinikleiter Gotthard Lehner für die Unterstützung. Zu sehen ist die Ausstellung "Die Kuh im Kühlschrank", die nicht nur für Kinder interessant ist, noch bis zum 22. November im Haus Bethanien. dkr

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