Coburg

Wo gibt's das günstigste Trinkwasser?

Der Wasserpreis spielt in nahezu allen Haushalten eine Rolle. Das Coburger Tageblatt griff dieses Thema auf und fragte bei den Kommunen im Landkreis Coburg nach.
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Trinkwasser ist für die Menschen eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Symbolfoto: Jochen Eckel dpa/lbn
Trinkwasser ist für die Menschen eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Symbolfoto: Jochen Eckel dpa/lbn
Luka Brehm

Im Landkreis Coburg ist Trinkwasser relativ preiswert zu bekommen: Der Kubikmeter kostete hier nach den zuletzt erfassten Zahlen im Jahr 2017 den privaten Verbraucher im Schnitt 1,73 Euro. Im Jahr 2010 zahlten die Bürger im Kreis Coburg noch durchschnittlich 1,76 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser.
Zum Vergleich: Das sind gerade mal 59,4 Prozent des Preises, der beispielsweise im baden-württembergischen Hohenlohekreis 2016 verlangt wurde, nämlich 3,15 Euro je Kubikmeter.
Zum reinen Wasserpreis fallen auch noch Grundgebühren an, die aber von Kommune zu Kommune variieren und jährlich geändert werden können.


Wasserversorger im Landkreis

Städtische Überlandwerke Coburg (SÜC) oder Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) - die meisten Kommunen im Landkreis Coburg werden von einem oder von beiden dieser Konzerne mit Trinkwasser beliefert. Manche Kommunen versorgen sich aber - zumindest teilweise - selbst mit dem kostbaren Lebenselixier. So zum Beispiel die Stadt Bad Rodach: Hier wird Wasser aus eigenen Brunnen mit Fernwasser der FWO im Verhältnis 50/50 gemischt. Der Wasserpreis in der Stadt Bad Rodach liegt bei netto 1,69 Euro pro Kubikmeter, wie Michaela Brehm von der Stadtverwaltung mitteilte.
Kommunen, die ausschließlich von der SÜC versorgt werden, haben die Abrechnung größtenteils auch an sie übergeben und haben mit der Preisbildung nichts mehr am Hut. Dies sind Weitramsdorf, Dörfles-Esbach, Grub am Forst, Niederfüllbach, Lautertal, Weidhausen bei Coburg und die Stadt Coburg. Die Trinkwasserpreise liegen bei all den genannten Gemeinden bei 1,73 Euro netto pro Kubikmeter.


Der günstigste Preis

Die Gemeinde Großheirath ist im Landkreis die billigste, wenn es um Wasserpreise geht. Sie verlangt, laut Kämmerer Lothar Hümmer, nur 85 Cent pro Kubikmeter netto. Hingegen ist die Stadt Rödental mit den von Michael Eckardt, Leiter der Stadtwerke, genannten 2,41 Euro pro Kubikmeter netto die teuerste im Landkreis Coburg. Die Stadt Rödental versorgt sich selbst. "Das Wasser hierfür kommt von fünf Tiefbrunnen, die es aus rund 100 Metern Tiefe aus dem Boden holen", erklärt Eckardt. Größtenteils sind die Wasserwerke in öffentlicher Hand - für die Bürger ein Vorteil: Städte und Gemeinden legen die Wasserpreise und vor allem die Qualitätsstandards fest. So wird Trinkwasser nicht zum Gewinnmaximierungsobjekt.

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