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Wo die Natur für den Menschen arbeitet

Trotz sengender Hitze traf sich eine große Anzahl von Garten- und Naturschutzfreunden auf dem Grundstück von Sabine Krämer. Das Grundstück ist eingegrenzt von hohen Bäumen und einem Bachlauf. Eingelad...
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Zahlreiche Garten- und Naturschutzfreunde besuchten den Garten von Sabine Krämer während des BN-Gartentages 2018.  Foto: Heinz Stammberger
Zahlreiche Garten- und Naturschutzfreunde besuchten den Garten von Sabine Krämer während des BN-Gartentages 2018. Foto: Heinz Stammberger
Trotz sengender Hitze traf sich eine große Anzahl von Garten- und Naturschutzfreunden auf dem Grundstück von Sabine Krämer. Das Grundstück ist eingegrenzt von hohen Bäumen und einem Bachlauf. Eingeladen hatte der BN-Kreisverband Coburg, welcher von Dorothea Weiß vertreten war. "In meinem Garten, 3000 Quadratmeter groß, arbeitet die Natur für den Menschen und nicht die Menschen für die Natur." Diesen Satz sagte Sabine Krämer bei ihrer Begrüßung. Wer wollte, konnte eine Pflanze des "Echten Andorn" (Marrubium vulgare), Arzneipflanze des Jahres 2018, mit nach Hause nehmen. Das unter den Bäumen wachsende Lungenkraut (Pulmonaria) wird heute nur noch als
Bodendecker verwendet. Mit seiner Höhe von 25 Zentimetern und seinen bunten Blüten gibt es einen dichten Blütenteppich von März bis Oktober.
Wichtig für Sabine Krämer ist, dass sich sämtliche Kräuter und auch Unkräuter selbst aussäen und sich dadurch vermehren. Getrocknet werden aus diesen Kräutern geschmackvolle Tees. Wildkräuter werden nicht entfernt, sondern sorgen für einen bedeckten Boden. "Ist in diesem Jahr besonders wichtig", meinte die Gartenliebhaberin.
Alle Heilkräuter aufzuzählen, die Sabine Krämer in ihrem Garten hat, würde ein kleines Buch füllen. Im Teich schwimmen Fische, daneben haben Krebse ein Zuhause und auch ein Biber hat den Bach schon in Beschlag genommen. Schneckenkorn ist tabu. Mehrere Seidenhühner bevölkern die Wiese und verhindern, dass Raupen und Käfer Schäden an den Pflanzen anrichten. Die Hühner und auch mehrere Ringelnattern graben im Kompost nach Fressbarem. Jedes Jahr ändert Krämer dessen Standort und erspart sich damit viel Arbeit.
Über ein Kräuterbeet, das in diesem Jahr etwas Regen vertragen hätte, ragt eine Esskastanie (Castanea sativa) auf. Sämtliche Gartenwege, die nur mit Gras bewachsen sind, wurden mit vielen Heilkräutern eingegrenzt. Für die Insekten, Schmetterlinge und Wildtiere ist der Garten ein Paradies.
Heinz Stammberger



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