Rügheim
Urlesbacher

Witzig, spritzig und stimmgewaltig

Christian Licha "...'s wird nix gedählt, 's wird gleich versuff'n", war das Motto der Urlesbacher Musikanten bei ihrem Konzert in Rügheim. Das erste Mal traten die sechs Blasmusiker im Schüttbau auf. ...
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Premiere im Rügheimer Schüttbau hatten die Urlesbacher Musikanten mit ihrem eindrucksvollen und humorvollen Programm.  Foto: Christian Licha
Premiere im Rügheimer Schüttbau hatten die Urlesbacher Musikanten mit ihrem eindrucksvollen und humorvollen Programm. Foto: Christian Licha

Christian Licha "...'s wird nix gedählt, 's wird gleich versuff'n", war das Motto der Urlesbacher Musikanten bei ihrem Konzert in Rügheim. Das erste Mal traten die sechs Blasmusiker im Schüttbau auf. Groß war der Ansturm, so dass der Gewölbekeller bis zum letzten Platz ausverkauft war.

Rainer Nöller aus Pfaffendorf und Hermann Zehnter aus Humprechtshausen (Trompete), Herbert Hümpfner und Simon Hochrein, beide aus Aidhausen (Tenorhorn), sowie Hubert Göb aus Volkach an der Basstrompete und Christian Pfautsch aus Königsberg mit seiner Tuba sind eine eingeschworene Gemeinschaft, bei der der Spaß am Musizieren an erster Stelle steht.

Witzig und spritzig, so wie man es von den Urlesbachern gewohnt ist, war auch das kurzweilige Programm. Von einer Kirchweih kommend und ein paar Euro in der Hand, überlegten die Musiker, was sie mit der Gage anstellen sollten. Ganz nach dem Motto des Abends entschloss man sich in "Fränkys Wirtshaus" auf der Bühne, das Geld in "Hopfengetränke" anzulegen. Und weil die Jungs sowieso gerade bei "Wirt" Frank zugegen waren, entschlossen sie sich, den rund 200 "Wirtshausbesuchern" ihr musikalisches Können zu präsentieren.

Passend zum Refrain "... die Urlesbacher Musikanten aus dem schönen Haßbergland" des Liedes "Hallo Freunde", das aus der eigenen Feder der Urlesbacher stammt, konnte Landrat Wilhelm Schneider zusammen mit seiner Gattin Larissa willkommen geheißen werden, der ein großer Fan der Truppe ist. Stimmgewaltig, wie es sich für einen Landrat gehört, war Schneider auch schon des Öfteren bei anderen Veranstaltungen mit den Musikanten auf der Bühne und sang sein Lieblingslied "Santo Domingo (Fernando, Alfredo und José)".

Klassiker wie zum Beispiel "Pfeffer und Salz" von Ernst Mosch waren genauso angesagt wie die Liebeserklärung "Only you" oder der lustige Pfatterer Marsch. Mit den Titelmelodien aus "Pippi Langstrumpf" und "Biene Maja" hatten die Urlesbacher auch für Blasmusik nicht so typische Stücke parat.

Geschunkelt werden konnte bei den "Rauschenden Birken". Einen großartigen Beifall erntete Rainer Nöller für sein Trompetensolo "Der Alte Dessauer". Ebenfalls Solostücke spielten Hubert Göb und Simon Hochrein auf ihren Posaunen in dem Lied "Matrimony". Schlager wie zum Beispiel "Eine weiße Rose" rundeten das Programm ab. Liebevoll verteilten die Akteure bei diesem Lied Rosen an die Damen im Publikum.

Der "Böhmische Traum", bei dem die Zuschauer eifrig mitsangen, beendete das Programm der Urlesbacher Musikanten, die jedoch nicht ohne Zugaben von der Bühne gelassen wurden.

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