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Wissenswertes über Weißkohl und Co.

Das Herbstprogramm des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Adelsdorf begann mit einem großen Ernährungsvortrag mit Verkostung zum Thema "Gemüse - Alles Kohl". Zum Start nach der Sommerpause tra...
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Marianne Karbacher hatte einige Kostproben dabei. Foto: privat
Marianne Karbacher hatte einige Kostproben dabei. Foto: privat

Das Herbstprogramm des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Adelsdorf begann mit einem großen Ernährungsvortrag mit Verkostung zum Thema "Gemüse - Alles Kohl".

Zum Start nach der Sommerpause trafen sich die Mitglieder des KDFB in der Kirche St. Stephanus Adelsdorf zu einer besinnlichen Rosenkranzandacht, die im Bezug stand zum Erntedankfest. Die passende Überleitung war dann der inzwischen traditionelle jährliche Ernährungsvortrag zum Thema Gemüse - diesmal "Alles Kohl" -, den Hauswirtschaftslehrerin Marianne Karbacher in bewährter Weise mit Verkostungen im Pfarrzentrum präsentierte.

In ihren Ausführungen spannte sie einen weiten Info-Bogen von den Ursprüngen dieses Gemüses über Anbaugebiete, Sorten, Nahrungsgehalt bis hin zu seiner gesundheitlichen Wirkung. Wenn die Teilnehmerinnen dachten, alles über Kohl zu wissen, zumindest über die gängigsten Sorten wie Blumenkohl, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Rotkohl, Spitzkohl, Weißkohl und Wirsing, wurden sie doch eines Besseren belehrt.

Kohl, ein typisch deutsches Gemüse? Von wegen! Deutschland mag für den Konsum von Kohl bekannt sein, aber Kohl ist ein wahrhaft internationales Gewächs. Nach Tomaten ist es das meistangebaute Gemüse überall auf der Welt. Bereits vor mehreren Tausend Jahren begannen Menschen, den Kohl zu kultivieren.

In Deutschland wird in weiten Gegenden Kohl angebaut. Obwohl er in der Vergangenheit oftmals Rettung für die Bevölkerung in Notzeiten und schweren Wintern war, hat er das Image des "Arme-Leute-Essens" längst abgelegt. Dass wir mit dem Kohl einen wahren Schatz auf dem Gebiet von Ernährung und Gesundheit haben, beweist seine Vielzahl an Vitaminen, die der Körper des Menschen braucht. In 100 Gramm Weißkohl steckt die gleiche Menge Vitamin C wie in einem Glas Orangensaft. Die Vitamine A, B, E und K finden sich ebenso im Kohl wie die Mineralstoffe Calcium, Eisen und Magnesium. Seine sekundären Pflanzenstoffe (Glukosinolate) sollen vor Krebs schützen und Entzündungen der Magenschleimhaut und der Speiseröhre entgegenwirken. Sein Eiweißbaustein Methylmethionin schützt vor Magen- und Darmgeschwüren. Er enthält auch viele Ballaststoffe und senkt Cholesterin.

Zur Verkostung erhielten die Teilnehmerinnen diverse Kohlgerichte, unter anderem raffiniert gemixte Rohkostsalate mit Joghurt und Nüssen, mit rohem Schinken überbackenen Blumenkohl und eine Wirsing-quiche. Die Teilnehmerinnen dankten der Referentin mit viel Beifall.

Herta Meisel

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