Theres

Wird die Straße eine Kreisstraße?

In Horhausen ging es um die Aufwertung der Trasse, die Sonnenenergie und eine Spritze für die Feuerwehr.
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Die Gemeinde Theres kämpft weiterhin dafür, dass die Gemeindeverbindungsstraße zur Kreisstraße umgestuft wird.  Foto: Christian Licha
Die Gemeinde Theres kämpft weiterhin dafür, dass die Gemeindeverbindungsstraße zur Kreisstraße umgestuft wird. Foto: Christian Licha
Christian Licha

Auf großes Interesse stieß die Bürgerversammlung im Thereser Gemeindeteil Horhausen. Rund 40 Bürger waren in das Mehrzweckgebäude "Alte Schule" gekommen, um von Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) Informationen über die Gemeinde und ihr Dorf zu erhalten. Auch Schneiders Stellvertreter Manfred Rott und Joachim Türke sowie einige Gemeinderäte waren anwesend und interessierten sich für die Belange der Horhäuser.
Insgesamt stehe die Gemeinde Theres recht gut da, erläuterte der Bürgermeister. Der Haushalt sei ausgeglichen und mit 30 Geburten im Jahr 2017 habe man so viele Neubürger wie schon seit sieben Jahren nicht mehr.
Die Umstufung der Gemeindeverbindungsstraße nach Dampfach war bei der letztjährigen Bürgerversammlung ein heißes Thema. Die Beteiligung der Bürger an Sanierungskosten sei mit dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge jetzt vom Tisch, auch wenn es nicht zu einer Aufstufung zur Kreisstraße kommen sollte. Nach wie vor ist aber Schneider der Ansicht, dass es sich hierbei um eine überörtliche Straße handele und somit der Landkreis in der Pflicht stehe. Zurzeit laufe eine Einschätzung des Bayerischen Gemeindetages, von dessen Meinung dann das weitere Vorgehen abhänge.
Das Gemeindeoberhaupt teilte weiter mit, dass Horhausen nun bald sein neues Feuerwehrauto bekomme. Mit einem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) und einer neuen Tragkraftspritze wird die freiwillige Feuerwehr dann bestens für die Zukunft gerüstet sein. In der nächsten nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates ist die Vergabe des Auftrages vorgesehen, der im Vorfeld mit geschätzten Kosten von 90 000 Euro für das Fahrzeug und 13 000 Euro für die Spritze veranschlagt wurde.


Für eine Bürgerwerkstatt

Bezüglich der neuen Satzung für die Wasserversorgung erklärte Schneider, dass hier wohl die wenigsten Bürger davon betroffen seien. Es ändere sich nichts an den Verbrauchsgebühren, nur die Einmalzahlungen je Quadratmeter Grundstücks- und Geschossfläche seien neu festgesetzt worden.
Der Vorschlag von Bürgermeister Matthias Schneider, eine Bürgerwerkstatt ins Leben zu rufen, fand in Horhausen großen Anklang. Ähnlich wie bei einer Bürgerversammlung soll hier bei einigen Terminen erörtert werden, wie sich das 275-Einwohner-Dorf noch ansprechender gestalten lasse. Bürger, die dann bei der Ausführung tatkräftig mit anpacken wollen, seien willkommen, so Schneider. Ein Projekt wäre zum Beispiel die Neugestaltung der Wege im Friedhof und ein eventuell zu errichtendes Urnenfeld.
Sehr enttäuscht waren die Anwesenden von der Entscheidung des Gemeinderates, eine zweite Photovoltaikanlage in der Horhäuser Flur zu genehmigen. Unverständnis herrschte darüber, dass der Gemeinderat das Vorhaben beschloss, obwohl eine vorausgegangene Bürgerbefragung klar die ablehnende Haltung der Einwohner widerspiegelt. Schneider stellte fest, dass bei einem Vorgespräch im Gemeinderat eigentlich auch eine - seiner Meinung nach - überwiegend ablehnende Stimmung herrschte. Bei dem Beschluss hatten sich dann einige Räte anders entschieden, weil sie wohl zu dem Entschluss gekommen seien, dass die Lage nahe an der Autobahn keine Nachteile für die Anwohner mit sich bringe. Der Bürgermeister bedauerte, dass das Ganze nicht optimal gelaufen sei, aber die Genehmigung könne nun nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Ein Dauerbrenner war auch das Thema Lärmschutz an der Maintalautobahn (A 70). Laut einem Gutachten hat sich angeblich die Lärmbelästigung durch den neuen Flüsterasphalt verringert, was aber die Bürger stark bezweifeln. Der Thereser Bürgermeister versprach in Bezug auf eine Erweiterung der Lärmschutzwand, weiterhin am Ball zu bleiben und nicht kampflos aufzugeben.
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