Coburg

"Wir sind eine Region"

Wiedervereinigung  Über die Landesgrenzen hinaus wollen am 3. Oktober mehrere Landkreise gemeinsam die Deutsche Einheit feiern.
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Freuen sich auf die Wiedervereinigungsfeier am 3. Oktober in Sonneberg: Thomas Müller, Wilhelm Schneider, Frank Rebhan, Thomas Nowak, Michael Busch und Christine Zitzmann (von links). Foto: Martin Rebhan
Freuen sich auf die Wiedervereinigungsfeier am 3. Oktober in Sonneberg: Thomas Müller, Wilhelm Schneider, Frank Rebhan, Thomas Nowak, Michael Busch und Christine Zitzmann (von links). Foto: Martin Rebhan
von unserem Mitarbeiter Martin Rebhan

Coburg — Am 3. Oktober jährt sich die Deutsche Wiedervereinigung zum 25. Mal. Um die herausragende Bedeutung dieses Ereignisses gebührend zu würdigen, halten die Gebietskörperschaften der südthüringischen-oberfränkischen Region in fünfjährigen Abständen gemeinsame Festveranstaltungen zu den "runden" Jubiläen der Deutschen Einheit ab.
Seit 1995 ist es ein guter Brauch, dass die Landkreise Coburg, Haßberge, Hildburghausen und Sonneberg sowie die Stadt Coburg dieses historische Ereignis länderübergreifend feiern. Am Samstag, 3. Oktober, sind erstmals der Landkreis und die Spielzeugstadt Sonneberg Gastgeber der Wiedervereinigungsfeier. Unter dem Motto "25 Jahre Deutsche Einheit - grenzenlos fränkisch" will man in Sonneberg die wiedergewonnene Einheit der Region länderübergreifend würdigen. In der Sonneberger Innenstadt wird eine Festmeile ein buntes Schaufenster der Region darstellen. Vom Bahnhofsplatz über die Bahnhofstraße und den Hanns-Arthur-Schoenau-Platz bis zum Piko-Platz gehen über 450 Akteure auf die Schwerpunkte "Kulinarische Genüsse", "Regionales Handwerk", "Spielend in der Spielzeugstadt", "Sportlich und Aktiv", "Nostalgisches und Regionalgeschichte" ein.
Begleitend finden eine Grenzlandwanderung, ein Kinderfest am Deutschen Spielzeugmuseum sowie ein Fackelzug zur "Gebrannten Brücke" statt. Ein zweiter Schwerpunkt wird das Bühnenprogramm sein. Im Festzelt auf dem ehemaligen Woolworth-Gelände werden bei freiem Eintritt namhafte Kulturgruppen ein abwechslungsreiches Programm gestalten.
Der Coburger Landrat Michael Busch (SPD) führte vor Augen, dass der Tag der Wiedervereinigung voller Emotionen sein wird. "Wir wollen diese mit der gemeinsamen Feier wieder aufleben lassen." Weiter stellte er fest, dass man eine Region geworden ist, die vieles gemeinsam hat und gemeinsam auf die Beine stellt. "Die Menschen sind in den letzten 25 Jahren zusammengewachsen."
"Wir sind eine gemeinsame Region", betonte auch Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) und erinnerte an die Zeit, als aus einer Staatsgrenze eine Landesgrenze wurde. "Die Stadt Coburg wird Martin Luther mit nach Sonneberg bringen", sagte Nowak zu. Man will damit schon auf das große Reformationsfest im Jahr 2017 und die Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner" hinweisen.
Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) verdeutlichte die Stellung der Region im Hinblick auf die Teilung Deutschlands. "In keinem Gebiet, außer in Berlin, war die Bevölkerungsdichte im Bereich der menschenverachtenden Grenze so hoch wie hier." Zusammenfassend stellte die Sonneberger Landrätin Christine Zitzmann (CDU) fest: "Unsere zentrale Wiedervereinigungsfeier bringt viele Highlights unser Region vom Rennsteig bis zum Main auf einen Fleck zusammen. Von der Kultur über das Handwerk, den Tourismus und das Ehrenamt, bis hin zu Mitmachangeboten für alle Generationen kommt am diesen Tag vieles, was Rang und Namen hat, in Sonneberg zusammen. "Es bleibt kein Wunsch offen", versprach sie. Unter http://www.25jahre-grenzenlos.de wurde bereits eine Internetseite mit allem Wissenswertem rund um die Feier freigeschaltet.
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