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"Wir sind die Feuerwehr"

Bei einem simulierten Ernstfalls in Weidhausen konnten die Leute der Feuerwehr beim Arbeiten zuschauen. Das Ganze war auch als Werbung für die Wehr gedacht.
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Auch die Nachwuchskräfte der Jugendwehr wurden in die Übung mit eingebunden.  Fotos: Alexandra Kemnitzer
Auch die Nachwuchskräfte der Jugendwehr wurden in die Übung mit eingebunden. Fotos: Alexandra Kemnitzer
Alexandra Kemnitzer

Auf dem Rolf-Fischer-Platz in der Ringstraße versammelten sich viele große und kleine Einwohner, um bei der traditionellen Kirchweihübung den Einsatzkräften der Feuerwehr über die Schultern zu blicken.


Berührungsängste verlieren

Geplant und durchgeführt wurde die Übung vom stellvertretenden Kommandanten Heiko Jacob. Fast 30 Feuerwehrdienstleistende sowie Nachwuchskräfte rückten aus, um mehrere Personen aus einem brennenden Gebäude zu retten. Hierfür waren unter anderem Atemschutzgeräteträger im Einsatz, die ins Gebäudeinnere vordrangen. Um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern, erfolgte auch ein Löschangriff. "Im Mittelpunkt der Kirchweihhauptübung steht die Mitgliederwerbung und Präsentation der Arbeit unserer Wehr. Besonders Kindern und Jugendlichen soll der Ablauf eines möglichen Ernstfalls gezeigt werden", führte Jacob aus. Zudem würden Kinder mit den Geräuschen, wie etwa dem lauten Martinshorn, vertraut gemacht. So könne ihnen die Angst vor lauten Geräuschen oder Hilfeleistenden mit Maske, Helm und Co. genommen werden.
Erfreulich für die Weidhäuser Wehr ist, dass diese Art von Mitgliederwerbung erfolgreich verlief und sich in der Vergangenheit manch ein Zuschauer für den Dienst am Nächsten entschlossen hat.


Sogar mit Dachwerfer

Außerdem gehört für viele Weidhäuser die Hauptübung zur alljährlichen Kirchweih einfach dazu. Dass diese nach wie vor auf große Resonanz stößt, zeigte auch heuer die stattliche Besucherzahl an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die interessiert dem Ablauf folgten. Moderiert wurde die Übung von Kreisbrandinspektor Stefan Zapf, der Aufschluss über das Vorgehen und dem Einsatz der Geräte gab. Vor Ort war auch das erst im August offiziell in den Dienst gestellte Löschfahrzeug LF 20. Dieses ist unter anderem mit einem Dachwerfer ausgestattet, der 2400 Liter Wasser bis zu einer Reichweite von 70 Metern befördert. Vom großen und wuchtigen Strahl zeigten sich nicht nur die jüngsten Zuschauer tief beeindruckt.
Wie gut die Aktiven der Feuerwehr und der örtlichen BRK-Bereitschaft zusammenarbeiten, zeigte sich erneut bei der Übung. Nachdem die verletzten Personen aus dem Haus gebracht worden waren, kümmerten sich Bereitschaftsmitglieder um die medizinische Erstversorgung. Die Geretteten standen unter anderem unter Schock, hatten durch den Qualm Atembeschwerden und hatten verschiedene Verletzungen erlitten. Die BRK-Helfer wussten, was zu tun ist.

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