Oberleiterbach
Artenvielfalt

Wir müssen unsere Bauern mit ins Boot nehmen und motivieren"

"Unser Dorf ist wunderschön und liegt in traumhafter Natur eingebettet. Wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt!" Bei dieser Aussage waren sich alle Anwesenden im Gemeinschaftshaus einig. "Do...
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Beim Workshop wurde in mehreren Arbeitskreisen diskutiert und erarbeitet, wie die Artenvielfalt geschützt werden kann. Deutlich wurde, dass dieses Unterfangen nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Foto: Martina Drossel
Beim Workshop wurde in mehreren Arbeitskreisen diskutiert und erarbeitet, wie die Artenvielfalt geschützt werden kann. Deutlich wurde, dass dieses Unterfangen nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Foto: Martina Drossel

"Unser Dorf ist wunderschön und liegt in traumhafter Natur eingebettet. Wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt!" Bei dieser Aussage waren sich alle Anwesenden im Gemeinschaftshaus einig. "Doch wie kann es uns gelingen, dass wir mit kleinen Schritten ein lebenswertes Dorf und ein attraktives Umfeld für Menschen und Tiere gleichermaßen erhalten?" Dieser Fragestellung gingen die Teilnehmer beim Tages-Workshop "Artenvielfalt und Biodiversität" nach. Er soll der Auftakt zu einer Reihe von Treffen und Veranstaltungen sein.

Eingeladen zu diesem Arbeitstreffen hatte der Gartenbauverein um die Vorsitzenden Harald Hümmer und Angela Hennemann. Die Devise war, sich nicht auf dem auszuruhen, was im Bioenergiedorf in den vergangenen Jahren erreicht wurde, sondern weitere Mosaiksteinchen zu ergänzen. So gibt es im direkten Umfeld des Ortes schon eine Vogelschutzhecke und breite "Rangen", die Rückzugsgebiete für Kleintiere aller Art sind. Auch wurden im vergangenen Jahr Blühstreifen angelegt. Die Teilnehmer waren sich aber einig, dass da noch mehr möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen, der Gartenbauverein, die weiteren Dorfbewohner und die Landwirte der Region. "Wenn wir einem flächendeckenden Maisanbau entgegenwirken wollen, müssen wir unsere Bauern mit ins Boot nehmen und motivieren", lautete eine Forderung im Workshop. Und auch wenn es rund um "Lätterboch" schon etliche Streuobstwiesen gibt: Die Vernetzung der ökologisch wichtigen Grünflächen, Hecken und Streuobstwiesen wäre ein wichtiger Schritt. Zudem könnte der ein oder andere weitere Baum könne nicht schaden. Ausreichend natürlichen Lebensraum für die Pflanzen und Tierwelt zur Verfügung zu stellen wird dabei eine der Herausforderungen sein.

Einige gemeindlichen Grundstücke mit Blumen- und Kräuterbereichen für Bienen, Käfer oder Schmetterlinge aufzuwerten ist eine der geplanten Aktionen des Gartenbauvereins in diesem Jahr. Die Vertreter der Dorfjugend fassten ins Auge, Insektenhotels zu bauen oder Schauvogelkästen zu installieren, um den Kindern im Ort die heimischen Vögel besser näherbringen zu können.

Zapfendorfs Bürgermeister zeigte sich als Teilnehmer am Workshop begeistert vom Elan der Einwohner. Die Gemeinde plane, am Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2019" teilzunehmen. Dann werde Oberleiterbach "die Gallionsfigur" sein. mel

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