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Bamberg
bamberg.inFranken.de  Der Bamberger Stadtverband Sport hatte zur Hauptversammlung eingeladen.

"Wir müssen selbstbewusster auftreten"

Zu seiner Hauptversammlung kam der Bamberger Stadtverband für Sport im Vereinsheim der TSG 05 Bamberg zusammen. In seinem Jahresbericht zeigte sich Erster Vorsitzender Wolfgang Reichmann selbstbewusst...
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Zu seiner Hauptversammlung kam der Bamberger Stadtverband für Sport im Vereinsheim der TSG 05 Bamberg zusammen. In seinem Jahresbericht zeigte sich Erster Vorsitzender Wolfgang Reichmann selbstbewusst: "Nach einem Jahr vieler Neuerungen in der Außen-, aber auch in der Innendarstellung lässt sich das abgelaufene Jahr unter der Überschrift ,Wir sind wer' zusammenfassen. Vieles, was auf den Weg gebracht worden ist, hat sich mittlerweile bewährt, was nicht heißt, dass manches durchaus auch einer Überarbeitung oder gar Änderung bedarf."

Der Stadtverband habe, so Reichmann, im abgelaufenen Jahr 25 Stadtmeisterschaften begleitet. "Ein wahrhafter Boom, der vor Jahren undenkbar schien, und für den wir uns durchaus auch auf unsere eigenen Schultern klopfen dürfen, ohne die Zuständigkeit und Unterstützung der Vereine dabei zu vergessen. Dabei wurden 504 Urkunden verteilt und sage und schreibe 1872 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, schön geschlechtergetrennt, überreicht. Eine tolle Bilanz, und ein Ende ist nicht abzusehen", nannte Reichmann konkrete Zahlen.

Positiver Finanzbericht

Neben den Stadtmeisterschaften brachte der Stadtverband, um professioneller aufgestellt zu sein, in Zusammenarbeit mit dem städtischen Sportamt eine neue Postadresse mit Briefkasten im Rathaus auf den Weg. Die Stadtwerke wurden kontaktiert und auf fehlende Busverbindungen und Straßenlaternen aufmerksam gemacht, "weil es nicht sein kann, dass Kurse ausfallen oder Kinder woanders hingeschickt werden müssen, nur weil der Zugang derart erschwert ist". Und die Stadtwerke wurden sogar ein zweites Mal kontaktiert, um für die Bamberger Vereine einen einheitlichen, günstigen Stromtarif zu erreichen.

"Wir haben einen neuen Fußballpokal gestiftet, weil der vorherige als Wanderpokal dem dreimaligen Stadtmeister FC Eintracht Bamberg überlassen werden musste", nannte Reichmann einige Aktivitäten.

Ebenfalls positiv viel der Finanzbericht aus, den Kassier Werner Thiele präsentierte: "Das Jahr 2019 wurde mit einem Gewinn von 1600 Euro abgeschlossen. Insgesamt beträgt das Vermögen derzeit 13 600 Euro, auf dem Anlagenkonto befinden derzeit 7000 Euro", so die vom Finanzchef vorgelegten Zahlen.

"Wir sind nicht irgendwer"

Für die Zukunft, so Reichmann, "zeigt das alles, dass wir als Stadtverband noch selbstbewusster als in der Vergangenheit auftreten müssen, wir sind nämlich nicht irgendwer und auch nicht die Brosamen mancher Vereine, die ja von uns Unterstützung erwarten, und für die wir uns mit aller Kraft einsetzen wollen."

Für dieses Jahr kündigte der Vorsitzende an, die gesellschaftliche, soziale und gesundheitliche Bedeutung des Sports in der Region mit Wort und Tat weiterhin kräftig zu unterstützen. "Der Sport macht nämlich einen Großteil unserer heimischen Lebensqualität aus. Und deshalb steht dies ganz oben auf unserer Agenda 2020."

Freuen konnte sich die Vorstandschaft, die noch ein weiteres Jahr im Amt bleibt, dass mit dem im vergangenen Jahr wieder gegründeten TSV Eintracht Bamberg ein neues Mitglied dem Stadtverband angehört. "Damit sind jetzt exakt 60 Vereine unter dem Dach des Stadtverbandes organisiert", so Reichmann abschließend.

Integration mehr fördern

Der für den Sport zuständige Bürgermeister Christian Lange referierte über die sportliche Entwicklungen in der Stadt. So flossen gut eine Million Euro in die Sportförderung, "das ist ein gutes Signal für den Sport", so Lange. Zudem wurden für die Vereine 100 000 Euro ausgereicht und so einzelne Maßnahmen unterstützt.

"Über die Sportförderrichtlinien werden wir jetzt Inklusion und Integration mehr fördern. Denn das ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Und die Sanierung und Gestaltung des Volksparks soll bis 2025 fertig sein, passend zum 100-jährigen Jubiläum in fünf Jahren", erläuterte Lange.

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